Grüne Wien/ Huemer: "Tabu Beziehungsgewalt gemeinsam brechen"

"16 Tage gegen Gewalt" stärken Recht auf ein Leben frei von Gewalt

Wien (OTS) - "Jede Frau und jedes Mädchen hat das Recht auf ein Leben frei von Gewalt“, betont Barbara Huemer, Frauensprecherin der Grünen Wien anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am morgigen 25. November. Das Tabu Beziehungsgewalt kann nur gemeinsam gebrochen werden. Huemer fordert neue Initiativen und Ansätze, um Beziehungsgewalt schon im Keim bekämpfen zu können.

Huemer betont, dass dieses verbriefte Menschenrecht zur Zeit der Grünen Regierungsverantwortung in Wien immer sehr ernst genommen wurde. Huemer verweist auf die Errichtung des fünftes Frauenhauses für Wien, das die rot-grüne Regierung unter Dach und Fach gebracht hatte. Auch die Wiener Frauenhäuser und Notfallwohnungen werden zur Gänze aus öffentlichen Mitteln finanziert und stehen allen in Wien lebenden von Gewalt betroffenen Frauen und ihren Kindern kostenlos zur Verfügung. „Für die erfahrenen und kompetenten Frauenberatungsstellen konnte in den letzten Jahren eine deutliche Steigerung der Förderung durch die Gemeinde Wien erzielt werden. Die Grüne Regierungsbeteiligung im Bund hat ebenfalls zu deutlichen Verbesserungen im Gewaltschutz beigetragen," fasst Huemer zu Beginn der Aktion „16 Tage gegen Gewalt“ zusammen.

Huemer fordert, dass auch die neue Stadtregierung von SPÖ und Neos dem Gewaltschutz die Beachtung und notwendigen Ressourcen zuwendet, die er dringend braucht. Die im Regierungsprogramm zitierten Projekte wie eine eigene Mädchenschutzeinrichtung und Gratis-Testungsmöglichkeit auf K.O. Tropfen sind unterstützenswert. Huemer vermisst jedoch neue Schwerpunkte.

Der neuen Wiener Stadtregierung gibt Huemer folgendes Anliegen mit: "Vergeblich sucht man im Koalitionspapier nach konkreten Ansätzen, wie Beziehungsgewalt verhindert werden kann. Dabei liegt etwa mit StoP Margareten ganz konkret ein erfolgreiches Beispiel am Tisch, welches flächendeckend ausgerollt gehört. Auch ein klarer Entschluss zu Anti-Gewalttrainings und Täterarbeit ist auf über 200 Seiten nicht zu finden."

„Gerade das Corona-Jahr 2020 stellt eine extreme Herausforderung dar. Frauen und Mädchen, die im eigenen Haushalt von Gewalt betroffen sind, haben weniger Außenkontakte und können oft nur per Telefon und mit Hilfe Sozialer Medien Unterstützung erhalten. Es ist daher extrem wichtig, dass offen und breit über alle Formen von Gewalt, sei es Herabwürdigung, verbale Gewalt, Erpressungen und Drohungen oder auch körperliche und sexuelle Gewalt gesprochen werden kann. Es ist niemals die Schuld der Gewaltbetroffenen, sonders eine Folge des Patriarchats, das sich im individuellen Fehlverhalten niederschlägt. Darüber müssen wir Frauen als Politikerinnen sprechen. Denn das Private ist Politisch“, so Huemer abschließend.

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