NEOS zum Frühstarterbonus: Enkelfit und nachhaltig geht anders

Gerald Loacker: "Nur weil die neue Regelung weniger schlecht ist, ist sie noch lange nicht gut."

Wien (OTS) - "Wir sind froh, dass die abschlagsfreie Frühpension Geschichte ist. Deshalb haben wir dem Ende der Hacklerregelung auch zugestimmt. Das, was kommt, ist aber auch nicht viel besser. Dem Frühstarterbonus, sowie dem Gesamtpaket können wir NEOS deshalb nicht zustimmen", sagt NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker heute nach der Abstimmung über den Frühstarterbonus. "Das Ziel muss sein, das österreichische Pensionssystem enkelfitter und langfristig stabiler zu machen. Der Frühstarterbonus schafft das aber genauso wenig wie die abschlagsfreie Frühpension. Die 60 Euro monatlich könnten den Staat in 30 Jahren sogar noch mehr kosten als die bisherige Hacklerregelung. Das Geld wird außerdem wieder mit der Gießkanne und nicht nach echter Bedürftigkeit, sozial treffsicher, verteilt", so Loacker.

Pensionspolitik muss weiter als eine Legislaturperiode denken

Loacker blickt vor allem besorgt in die Zukunft: "Bei einer Pensionsreform muss weiter gedacht werden, als bis zur nächsten Wahl. Gerade in Krisenzeiten braucht es Planungssicherheit für die Menschen in Österreich. Mit dem Frühstarterbonus, für den niemand Beiträge leistet, müssen wir aber damit rechnen, dass wir in wenigen Jahren genau die gleiche Diskussion wieder führen. Das Fundament für die Zukunft muss jetzt gebaut werden. Die Jugend von heute braucht nämlich auch in 50 Jahren noch ein funktionierendes Pensionssystem."

Frühstarterbonus bringt Frauen kaum Vorteile

Wichtig ist dem NEOS-Sozialsprecher auch die Geschlechtergerechtigkeit: "Die Corona-Pandemie lädt leider viel Last auf die Schultern von Frauen. Das zeigen schon jetzt aktuelle Umfragen. Auch der Frühstarterbonus sieht aber in der Realität kaum besondere Vorteile für Frauen vor. Weil doppelt so viele Burschen wie Mädchen eine Lehre machen und Mädchen häufiger in weiterführende Schulen gehen, wird es hier weiter ein Übergewicht für die Männer geben. Wenn es wirklich um ein nachhaltiges und faires Pensionssystem geht, wird man vor allem um eine Pensionsautomatik nicht herumkommen."

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