Deloitte Studie: Österreichs Führungskräfte im Aufgabenspagat

Wien (OTS) - Die Corona-Pandemie setzt die Führungskräfte in österreichischen Unternehmen besonders unter Druck. Sie müssen rasch auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren, die richtigen Prioritäten setzen und ihre Teams sicher durch die Krise steuern. Laut einer neuen Deloitte Studie werden dabei wichtige Aspekte übersehen. So werden dem Zusammengehörigkeitsgefühl und der Mitarbeitermotivation tendenziell zu wenig Beachtung geschenkt. Auch am Vertrauen in die eigene Belegschaft müssen viele Unternehmensvertreter noch arbeiten. Trotz allem hat die Mehrheit jedoch ihre virtuellen Leadership-Qualitäten in den letzten Monaten unter Beweis gestellt – jetzt heißt es, die richtigen Schwerpunkte in der Mitarbeiterführung zu setzen.

Die Führungskräfte stehen derzeit mehr denn je auf dem Prüfstand. Aus diesem Grund hat Deloitte Österreich im September 2020 im Rahmen eines Pulse Survey 277 Unternehmensvertreter in leitenden Funktionen aus ganz Österreich zum Thema Führung in Krisenzeiten befragt. Das Ergebnis: Vielerorts haben die Führungskräfte einen Aufgabenspagat zu meistern.

„Führungspersonen müssen derzeit besonders vielen Erwartungen gerecht werden. Einerseits sind sie maßgeblich für das wirtschaftliche Überleben ihrer Unternehmen verantwortlich, andererseits sollen sie Orientierung geben und Innovation forcieren. Dieser Spagat ist nicht einfach“, analysiert Gudrun Heidenreich-Pérez, Senior Managerin bei Deloitte Österreich.

Die Umfrage bestätigt: Für 54 % der befragten Unternehmensvertreter hat das wirtschaftliche Fortbestehen jetzt oberste Priorität. Die Sicherstellung des Zusammengehörigkeitsgefühls (23 %) und der Mitarbeitermotivation (26 %) sowie die Organisation der Zusammenarbeit (30 %) stehen hingegen weniger im Fokus. Dabei wären das wichtige Hebel. „Gerade in Zeiten des Lockdowns und verstärktem Home Office sollte der Teamgeist noch bewusster durch die Führung gestärkt werden. Das braucht es, damit im Unternehmen alle an einem Strang ziehen“, erklärt die Deloitte Expertin.

Theorie versus Praxis

Auch die Fähigkeit, Verantwortung abgeben zu können, ist laut Umfrage essenziell. Mit 66 % wird Vertrauen in die Mitarbeiter mit Abstand als wichtigste erforderliche Führungseigenschaft in Krisenzeiten genannt. Auch die Offenheit, Neues auszuprobieren, erachten 51 % der Befragten als sehr wichtig. In beiden Punkten herrscht in der Praxis jedoch Aufholbedarf.

„Im eigenen Unternehmen ist das Vertrauen der Führungskräfte in die Kompetenzen anderer mit lediglich 23 % nicht besonders stark ausgeprägt. Auch bei der Experimentierfreude gibt es laut 37 % der Unternehmen noch Luft nach oben. Diese Eigenschaft wäre in der Krise besonders wichtig, um die angestrebte Innovation erfolgreich voranzutreiben“, so Gudrun Heidenreich-Pérez.

Virtuelle Fitness

Die durch COVID-19 bedingte Verlagerung des Arbeitsalltags ins Home Office war für viele Unternehmen ein Kraftakt. Laut 72 % der Befragten sind die Führungskräfte in puncto virtueller Mitarbeiterführung jedoch ausreichend bis bestens vorbereitet. Mehr als die Hälfte gibt an, dass der interne Informationsfluss in der Corona-Krise erfolgreich aufrechterhalten und eine gute Verbindung zu den Mitarbeitern gehalten wurde. Gerade den Umgang mit digitalen Kommunikationsformen haben viele Führungskräfte rasch gelernt und werden diese auch in Zukunft intensiv einsetzen.

Leadership auf Distanz sollte jedoch nicht auf die Fertigkeit im Umgang mit technologischen Tools reduziert werden. „Technologie ist ein Hilfsmittel, um in Verbindung zu bleiben – für reale Verbundenheit braucht es mehr. Resilienz, Weitblick und Wertschätzung sind hier wichtige Attribute“, ergänzt Heidenreich-Pérez.

Verstärkter Support für Führungskräfte

In den letzten sechs Monaten wurden die Führungskräfte bei fast der Hälfte der befragten Unternehmen mittels E-Learnings, Webinaren und individuellen Coachings besonders unterstützt. In genauso vielen Fällen gab es jedoch kein spezielles Angebot. 57 % der Unternehmen wollen hier in Zukunft verstärkt Maßnahmen setzen. Dabei soll besonders auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden.

„Die Corona-Krise wird noch länger andauern und die Führungsebenen weiter fordern. Den Unternehmen ist das laut unserer Umfrage auch weitgehend bewusst. Sie wollen nun verstärkt in individuelle Entwicklung und Begleitung der Führungskräfte investieren. Das ist der richtige Schritt um die Krise erfolgreich zu meistern“, betont Gudrun Heidenreich-Pérez abschließend.

Zum Download:

Deloitte Leadership Pulse Survey 2020: https://deloi.tt/32XPDnL

Foto Gudrun Heidenreich-Pérez Credits Deloitte/feelimage: https://deloi.tt/2UJptAu

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