Nationalrat - SPÖ-Drozda zum Kulturbudget: Öffentlichkeitsarbeit ist kein Ersatz für inhaltliche Substanz

Wien (OTS/SK) - Für SPÖ-Kultursprecher Thomas Drozda macht das Kulturbudget sichtbar, dass „in der aktuellen Kunst- und Kulturpolitik die schmucke Fassade mehr zählt als die Lebensrealitäten der Künstlerinnen und Künstler“. Er begrüßt, dass es im nächsten Jahr mehr Geld für Kunst und Kultur gibt. Jedoch zeigen sich bei genauerem Hinsehen Probleme: „Schaut man unter die Oberfläche, wird ein finanzielles Niemandsland sichtbar.“ Für das Fehlen von Lösungen für die aktuellen Probleme in der Branche nennt Drozda zwei Beispiele: „Beispiel eins: Der 80-prozentige Umsatzersatz im Lockdown hilft den Institutionen, vergisst aber völlig auf die in der Kunst und Kultur arbeitenden Menschen – die selbständigen SchauspielerInnen, MaskenbildnerInnen oder TontechnikerInnen. Für keine Person dieser Berufsgruppe ist auch nur annähernd sichergestellt, dass ihre Gagen ersetzt werden.“ Als zweites Beispiel zieht er den sogenannten Künstlerbonus heran: „Mich widert dieses Bonusgerede bei Arbeitslosen und PensionsbezieherInnen genauso an wie bei KünstlerInnen. Es geht nicht um Boni, sondern um Existenzsicherung und diese ist eine staatliche Aufgabe. Dieses Bonusgerede nach Gutsherrenmanier ist ekelerregend.“ ****

Sein Resümee zum Budget: „Dem Budget fehlt es an Klarheit, Wahrheit und Treffsicherheit in Zeiten der Pandemie. Schlampig gearbeitet.“ Abschließend brachte der SPÖ-Abgeordnete einen Entschließungsantrag ein, der darauf pocht, dass auch freie Kunst- und Kulturschaffende sowie Zulieferer vom 80-prozentigen Umsatzersatz im Lockdown profitieren sollen und vereinbarte Gagen in jedem Fall ausbezahlt werden. (Schluss) bj

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