22. Journalistinnenkongress: Journalistinnen über Nähe und Distanz in Zeiten von Corona (4)

Bewusstsein für Regionalität stärken

Wien (OTS) - Am runden Tisch des diesjährigen Journalistinnenkongress sprachen Romy Seidl, Antonia Gössinger, Laila Docekal und Christina Mutenthaler über die Veränderungen im regionalen Journalismus in Zeiten von Pandemie und Digitalisierung.

Wie können Medien eine gewisse Überschaubarkeit für die Menschen trotz digitaler Innovation herstellen und was hat Corona geändert? Zu dieser Frage diskutierten, unter der Leitung von YoungStar Katharina Zwins, am Samstag im Rahmen des Journalistinnenkongresses ORF-Journalistin Romy Seidl, Kurier-Redakteurin im Ressort Lebensart, Laila Docekal, Chefredakteurin der Kleinen Zeitung, Antonia Gössinger, und Christina Mutenthaler von der AgrarMarkt Austria. Sie alle waren sich in einer Sache einig: Gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass für die Bevölkerung Regionalität nicht nur Nähe bedeutet, sondern diese vorrangig von den Medien gestärkt werden kann und muss, damit ein gutes Netzwerk entstehen kann.

Herausforderungen im Regionaljournalismus

Tatsächlich birgt aber auch der Journalismus auf regionaler Ebene manche Herausforderungen. Antonia Gössinger spricht ganz allgemein von einer journalistischen Glaubwürdigkeit, die gehalten werden muss. Vor allem die Corona-Pandemie mit ihren Verschwörungstheorien und Skeptikern mache es immer schwieriger, weg von einer Glaubwürdigkeitskrise zu kommen. „Alle Lebensbereiche, darunter auch Ängste und Sorgen der Menschen sowie Verschwörungstheorien aufzugreifen und die Hard Facts darzulegen, sind gerade jetzt besonders wichtig“, so Redakteurin Laila Docekal.

Christina Mutenthaler von der AMA präsentierte außerdem das Thema der Stärkung regionaler Betriebe in dieser Pandemie. „Durch Unterstützung der Regionalmedien bekommen die kleinen Familienbetriebe erst eine Bühne und generieren so Aufmerksamkeit.“ Gerade die Digitalisierung spielt hier eine positive Rolle, weil Online-Plattformen geschaffen werden können, um regionale Betriebe zu unterstützen.

Feministische Aspekte im regionalen Journalismus

Um sich gegen Patriarchen im Regionaljournalismus zu „wehren“, „schadet es nicht, solche Männer des Patriarchats einfach zurechtzuweisen“, so Seidl. „Man soll Grenzen setzen und einen angemessenen Umgangston verlangen“, meint auch Laila Docekal. Antonia Gössinger hat es zudem als Chefredakteurin geschafft, regional viele Journalistinnen in gute Positionen zu bringen, wo dieses Problem gar nicht zum Problem wird.

Anna Gielesberger, YoungStar


Weitere Diskussionsmöglichkeiten bieten die „Living-News-Talks“ im Anschluss an den 22. Journalistinnenkongress. Termine für die Role Models im Gepräch: 18. und 25. November sowie 2. Dezember 2020 jeweils ab 18 Uhr.

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