TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2020: Vorhang auf für Digitalisierung und technische Innovation

Insgesamt fünf Siegerprojekte wurden am 11.11. mit dem TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis prämiert.

Bregenz/Leoben/Salzburg/Wien (OTS) - 80 Einreichungen verzeichnete der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis im Jahr 2020 – trotz coronabedingt schwierigen Voraussetzungen – beispielsweise einer Einschränkung des Studien- und Schulbetriebs und Auswirkungen auf die Arbeitswelt seit dem Lockdown Mitte März. Zum neunten Mal in Folge hat der TÜV AUSTRIA Absolvent_innen von technisch-naturwissenschaftlichen Studien an Universitäten und Fachhochschulen, von HTLs und Unternehmen dazu eingeladen, Abschlussarbeiten und Projekte, die durch technische Innovationen und Kreativität glänzen, einzureichen. Das Ergebnis waren zahlreiche Bewerbungen bis zum Einreichschluss Ende Juli mit einem inhaltlich breiten Bogen rund um die Themen Sicherheit, Technik, Qualität und Nachhaltigkeit.

Industrie 4.0 als Buzzword der Zukunft

Unter den Siegerprojekten kristallisierte sich ein Trend zur Forschung in den Bereichen Schienenverkehr und Robotik heraus. „Hervorragend, wie die Einreichungen und Siegerprojekte des TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreises 2020 wissenschaftliche Forschung und Wirtschaft miteinander verzahnen", beobachtet TÜV AUSTRIA CEO Stefan Haas die Entwicklung der Auszeichnung, die nächstes Jahr mit TÜV AUSTRIA #WiPreis I\O - Der 10. Wissenschaftspreis 2012-2021 bereits ihr zehntes Jubiläum feiern wird: "Wir sind als der einzige österreichische TÜV Wegbereiter in der digitalen Welt mit Plattformen zur integrierten Produkt- und Lösungsentwicklung", erklärt Haas am Beispiel des Engagements der unabhängigen Unternehmensgruppe bei Industrie 4.0 oder der Safety & Security in der Mensch-Roboter-Kollaboration: "Wir halten Tablets und Smartphones nicht nur passiv in Händen, sondern bauen unsere digitalen Fähigkeiten konsequent immer weiter aus", beschreibt TÜV AUSTRIA CEO Stefan Haas das Zusammenspiel digitaler Theorie und Praxis: "Schon heute nutzen wir KI und Machine Learning in der Erfassung und Interpretation von Prüfergebnissen – Entwicklungen, die unsere ambitionierte "Next Generation" in der TÜV AUSTRIA Group vorantreibt."

Eisenbahnbrücken, Roboter-Greifarme und überschüssige Energie

Bei der Verleihung am Abend des 11. November, die via Livestream stattfand, wurden jene Einreichungen, die es zuvor auf die Shortlist geschafft haben, präsentiert und die Sieger in den drei Bewertungskategorien Uni/FH, HTL-Abschlussarbeiten und Unternehmen vor den virtuellen Vorhang geholt.

In der Kategorie „Universitäten/Fachhochschulen“ wurde Lara Bettinelli für ihre Diplomarbeit mit dem Titel „Einfluss des Triebwagens auf die dynamische Tragwerksantwort von einfeldrigen Eisenbahnbrücken bei Hochgeschwindigkeitsverkehr“, die sie an der TU Wien verfasste, mit dem TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis ausgezeichnet. Im Rahmen der Arbeit analysierte Bettinelli mit einer numerischen Parameterstudie mechanische Zusammenhänge und erhob das Potenzial verschiedener Ansatzpunkte für weiterführende Forschungsprojekte.

Der TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis in der Kategorie „HTL Abschlussarbeiten“ ging an das Salzburger Maturantenteam Jakob Buchensteiner, Thomas Eibl, Sebastian Neuhofer und Moritz Taferner für die Entwicklung eines mobilen, gestengesteuerten Robotergreifsystems mit haptischem Feedback, das im Rahmen einer HTL-Abschlussarbeit an der HTBLuVA Salzburg entwickelt und beschrieben wurde.

Das Rennen in der Kategorie „Unternehmen“ machten in diesem Jahr die Wiener Linien mit ihrem Projekt zur Nutzung von überschüssiger Bremsenergie bei U-Bahn-Zügen. Dabei wird kinetische Energie, die üblicherweise im Bremswiderstand in Wärme umgewandelt wird, in das Wechselstromnetz rückgespeist und anschließend beispielsweise für die Energieversorgung in Stationen genützt. Zwei Anlagen wurden bereits auf dieses System umgerüstet, „erbremsen“ jährlich rund drei Gigawattstunden Strom und sparen damit rund 400 Tonnen CO2 ein.

Zwei weitere Siegerprojekte wurden aus den für den Wissenschaftspreis Nominierten via Online-Voting direkt vom Publikum gekürt. Diese gingen in der Kategorie „Universitäten/Fachhochschulen“ an Lisa Mitterhuber für ihre Dissertation an der Montanuniversität Leoben und in der Kategorie „HTL-Abschlussarbeiten“ an das Projekt von Vinzenz Geiger, Kilian Gross und Jakob Merz aus Bregenz.

Virtuelle Präsentation der Siegerprojekte aus ganz Österreich

Aufgrund der Veranstaltungs-Beschränkungen in Zeiten der Corona-Viruspandemie fand die Ehrung der diesjährigen Preisträger_innen nicht wie geplant als großer Gala-Abend im Kuppelsaal der TU Wien statt, sondern wurde als Livestream übertragen. Die ORF-Journalistin und Autorin Lisa Gadenstätter führte durch den Gala-Abend.

Wissensvorsprung der Next Generation made in Austria

Mit dem TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis, der seit 2012 jährlich verliehen wird, trägt die international tätige österreichische Unternehmensgruppe aktiv dazu bei, das Bewusstsein für den Forschungs- und Innovationsgeist und für die hohe Qualität des heimischen Ingenieurswesens zu stärken. Und weil nach dem Wissenschaftspreis bekanntlich vor dem Wissenschaftspreis ist, können ab sofort unter www.tuvaustria.com/wissenschaftspreis bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31. Juli 2021 HTL-Abschlussarbeiten, Diplomarbeiten, Masterthesen und Dissertationen sowie zukunftsweisende Projekte von Unternehmen eingereicht werden.

Weiterführende Links:
Nachlese TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2020

Nominierte Projekte (Youtube)

TÜV AUSTRIA Industrie 4.0

TÜV AUSTRIA White Paper

TÜV AUSTRIA Ingenieur-Zertifizierung

TÜV AUSTRIA Wissenschaftspreis 2021
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Rückfragen & Kontakt:

Michael Thomas
Projektverantwortlicher TÜV AUSTRIA Group
wissenschaftspreis@tuv.at
+43 664 60454 6131
www.tuvaustria.com/wissenschaftspreis

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