CERN holt Terra Mater Factual Studios zur Vorbereitung des spektakulärsten Experiments der Geschichte an Bord

  • Entscheidend ist es nun diese Jahrhundertgeschichte der Forschung richtig zu erzählen, um zu verhindern, dass es in einer reinen Finanzierungsdiskussion endet. Denn dann hat dieses globale Projekt unter Europäischer Führung verloren
    Markus Mooslechner, Leiter der Kommunikationsstrategie bei TMFS
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  • Mit unseren vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilmen haben wir im Naturbereich gezeigt, dass wir auf internationaler Ebene etwas verändern können. Mit gleicher Leidenschaft versuchen wir auch in dieses Projekt zu gehen
    Walter Köhler, CEO TMFS
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  • Mit unseren Experimenten sind wir in der Lage, Bedingungen zu reproduzieren, die denen ähnlich sind, die im Universum Bruchteile von Sekunden nach dem Urknall herrschten
    Rolf-Dieter Heuer, ehemaliger CERN-Direktor
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  • Unser bestes Erklärungsmodell für die Beschaffenheit der Welt erklärt gerade einmal 5 Prozent des Universums. Von den übrigen 95 Prozent, der dunklen Materie und der dunklen Energie, wissen wir allerdings noch sehr wenig
    Michael Benedikt, Leiter der Future Circular Collider Studie
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Wien/Genf (OTS) - Um die Nachfolge des Teilchenbeschleunigers LHC in Genf ist ein internationaler Wettlauf entbrannt. Terra Mater Factual Studios soll die größte Forschungseinrichtung der Welt dabei unterstützen die Nobelpreisschmiede in Europa zu halten.

Das Europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf ist eine Drehscheibe für Nobelpreisträger und Wissenschaft der Superlative. Als es den Forschern im Jahr 2012 gelang das legendäre Higgs Teilchen zu finden, war die Teilchenphysik an ihrem bisherigen Zenit angekommen. Zu wissen, warum Materie eine Masse hat, war das Ergebnis jahrzehntelanger und internationaler Bemühungen mit der Absicht die Geheimnisse der Natur zu entschlüsseln.

Die Natur macht es den Forschern aber nicht leicht.

Mit jeder Erkenntnis wird der Aufwand neue Einblicke und Antworten zu finden größer. Jene 27 Kilometer Maschine, die das Higgs Teilchen entdeckte und Teilchenstrahlen mit mehr als 99.9999991 Prozent der Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen lässt, kommt langsam, aber sicher an ihre Leistungsgrenzen.

"Mit unseren Experimenten sind wir in der Lage, Bedingungen zu reproduzieren, die denen ähnlich sind, die im Universum Bruchteile von Sekunden nach dem Urknall herrschten", sagt der ehemalige CERN-Direktor Rolf-Dieter Heuer.

Doch das reicht nicht. Die Forscher wissen, dass der Urknall in gewisser Weise die Geburtsstätte unseres Universums ist, aus der die Bausteine der Materie hervorgehen, aus denen wir alle bestehen. Je genauer man diesen Moment betrachtet, desto mehr Antworten können Forscher auf einige der grundlegendsten Fragen der Menschheit finden.

Um die Lücke zu verkleinern muss ein größerer Beschleuniger gebaut werden. Nicht doppelt, sondern 4 Mal so groß. Erst dann können die nötigen Energien erreicht werden, die eine genauere Analyse des Urknalls im Labor erlauben würde.

Unser bestes Erklärungsmodell für die Beschaffenheit der Welt erklärt gerade einmal 5 Prozent des Universums. Von den übrigen 95 Prozent, der dunklen Materie und der dunklen Energie, wissen wir allerdings noch sehr wenig“, sagt Michael Benedikt, Leiter der Future Circular Collider Studie, dem potentiellen Nachfolgeprojekt des aktuellen Beschleunigers.

Eine international angelegte Kommunikationsstrategie soll helfen das Thema in die breite Öffentlichkeit zu tragen, um eine Debatte auf breiter Ebene zu ermöglichen. Entscheidend ist es nun diese Jahrhundertgeschichte der Forschung richtig zu erzählen, um zu verhindern, dass es in einer reinen Finanzierungsdiskussion endet. Denn dann hat dieses globale Projekt unter Europäischer Führung verloren, sagt Markus Mooslechner, der bei Terra Mater Factual Studios die Kommunikationsstrategie zum CERN-Projekt entwirft.

Dass Terra Mater Factual Studios bei dieser von der Europäischen Union finanzierten Aufgabe zum Zug gekommen ist, ist kein Zufall. „Mit unseren vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilmen haben wir im Naturbereich gezeigt, dass wir auf internationaler Ebene etwas verändern können. Mit gleicher Leidenschaft versuchen wir auch in dieses Projekt zu gehen“, sagt Walter Köhler, CEO von Terra Mater Factual Studios.

Eine neue Maschine würde alle bisherigen Superlative sprengen. Dafür müsste der längste kreisförmige Tunnel der Welt gebaut werden. Mit einem Umfang von 100 Kilometern würde er in einer Tiefe von bis zu 300 Metern unter dem Genfer See und den benachbarten Gebirgszügen hindurchführen. In der Endausbaustufe sollen darin extrem leistungsstarke Magnete verbaut werden, deren Bestandteile zum Großteil erst entwickelt werden müssen, und die nur nahe dem absoluten Nullpunkt bei Minus 271 Grad Celsius funktionieren. Das ist kälter als der kälteste Ort im gesamten Universum.

Die damit verbundenen technischen und wissenschaftlichen Anstrengungen sind enorm. In den kommenden 5 Jahren werden umfangreiche Machbarkeitsstudien darüber Auskunft geben, ob das Projekt überhaupt realisierbar ist. In den Jahren 2026/27 wollen die 23 Mitgliedsstaaten, die den Betrieb des CERN finanzieren beraten, ob der Future Circular Collider gebaut wird. Bis Ende der 2030er Jahre ist der aktuelle Beschleuniger noch in Betrieb. Ab dann könnte eine Nachfolgeanlage ihren Betrieb aufnehmen, der in 2 Stufen etwa 50 Jahre dauern soll.

Der Weg dahin ist herausfordernd, die Entscheidung danach wohl noch etwas mehr. Nicht zuletzt, da auch China ein vergleichbares Projekt in den Startlöchern hat. Mit der Entscheidung im Jahr 2025 steht viel auf dem Spiel, geht es nicht zuletzt um die jahrzehntelange Vormachtstellung Europas in der Teilchenphysik.

Fotos zum Future Circular Collider unter: https://cds.cern.ch/record/2653532


Über Terra Mater Factual Studios

Terra Mater Factual Studios produzieren erstklassige TV-Programme und Kinofilme und fühlen sich dabei ausschließlich den höchsten Produktionsstandards verpflichtet. Für klassische Primetime-kompatible Dokuserien und Specials sind Natur, Wissenschaft und Geschichte die Kerngenres. Das österreichische Produktionshaus verfolgt aber auch andere Stilrichtungen in erfrischend neuen, seriellen Factual Entertainment-Formaten. Für die Kinoleinwand realisieren Terra Mater Factual Studios Filmprojekte vom klassischen Dokumentarfilm über das ‚Wild Drama’, in dem die Natur die Hauptrolle spielt, bis hin zum Spielfilm mit wahrer Geschichte als Grundlage für das Drehbuch. Am eigenen YouTube Channel zeigen Terra Mater Factual Studios exklusiv produzierte Kurzdokus zu den Themen Conservation & Environment, Natur & Wildlife (#terramatters).

Terra Mater Factual Studios wurden am 1. Jänner 2011 mit Sitz in Wien gegründet. Das Tochterunternehmen von Red Bull ist spezialisiert auf die Produktion und Distribution von Dokumentarfilmen für Kino, TV und Multimedia Plattformen.

Rückfragen & Kontakt:

Terra Mater Factual Studios GmbH
Markus Mooslechner
markus.mooslechner@terramater.com
Tel. +43 (0)664 88379744

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