Schieder: EU-Beitrittsperspektive für Nordmazedonien darf nicht in weite Ferne rücken

Bulgarien torpediert Fortschritt in Beitrittsverhandlungen – Schieder zu hochrangigen Gesprächen in Skopj

Wien (OTS/SK) - SPÖ-EU-Delegationsleiter und Leiter der Nordmazedonien-Delegation im EU-Parlament Andreas Schieder sieht die Spannungen zwischen Bulgarien und Nordmazedonien mit großer Sorge. „Der lang schwelende historische Streit droht die EU-Beitrittsperspektive für Nordmazedonien in weite Ferne zu rücken. Endlich hat sich die EU zu einem transparenten und nachvollziehbaren Beitrittsprozess durchgerungen, und nun torpediert Bulgarien den Fortschritt. Es darf nicht sein, dass ein anderes EU-Land das Recht auf Selbstbestimmung der NordmazedonierInnen aushebelt. Ich appelliere allen voran an die bulgarische Seite, den wichtigen Reformprozess im Nachbarland nicht aufgrund nationalistischer Geschichtsrevision zu stoppen“, so Schieder, der vergangene Woche für hochrangige Gespräche mit u.a. Premierminister Zoran Zaev, Parlamentspräsident Talat Xhaferi und Außenminister Bujar Osmani in Skopje war. ****

Die bulgarische Regierung dürfte heute an die EU-Kommission gemeldet haben, dass Bulgarien mit dem Framework zum EU-Beitritt für Nordmazedonien nicht einverstanden ist. „Der Reformwillen in Nordmazedonien ist ungebrochen, das muss allen seit der Beilegung des ebenfalls historischen Namensstreits mit Griechenland klar sein. Es ist höchste Zeit, dem Westbalkan eine klare europäische Perspektive zu bieten, hinter der alle EU-Mitgliedstaaten stehen“, betont Schieder. (Schluss) bj

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