ASFINAG: Neue Schnellstraße im Murtal bringt mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität

Fünfeinhalb Kilometer langer Abschnitt der S 36 von St. Georgen bis Unzmarkt ist fertig

Graz (OTS) - Mit Dienstag, den 10. November, um punkt 14 Uhr nimmt die ASFINAG fünfeinhalb Kilometer der neuen S 36 Murtal Schnellstraße zwischen St. Georgen ob Judenburg und Unzmarkt-Frauenburg in Betrieb. In den vergangenen dreieinhalb Jahren wurde die bestehende Bundesstraße B 317 entsprechend zu einer Schnellstraße ausgebaut und in Unzmarkt eine 950 Meter lange Unterflurtrasse errichtet. In Summe – mit dem bereits fertiggestellten etwa zwei Kilometer langen Teilabschnitt in St. Georgen – stehen im Murtal damit „mehr als sieben Kilometer neue Schnellstraße zur Verfügung, die vor allem ein deutliches Plus an Verkehrssicherheit sowie eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner bedeuten“, wie ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl betont.

Für Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer ist dieser Verkehrsweg „wesentlich für die Entwicklung von Gemeinden und der Region. Deshalb ist heute ein guter Tag für diese Region.“ Auch Verkehrslandesrat Anton Lang freut sich über diese neue Lebensader, durch die „zusätzlich die Menschen vom Durchzugsverkehr entlastet werden“. ASFINAG-Geschäftsführer Andreas Fromm spricht allen Projektbeteiligten seinen Dank aus. „Trotz der durch die Corona-Pandemie schwierigen Bedingungen haben hier unser Projektteam und die Bauunternehmen Höchst- und Meisterleistungen erbracht.“

Herzstück Unterflurtrasse

Die Unterflurtrasse ist das Herzstück des neuen Abschnitts. Vor allem die Bewohner von Unzmarkt-Frauenburg profitieren davon, der Durchzugsverkehr, der bisher mitten durch den Ort ging, ist damit Vergangenheit. Auch die Bauweise war besonders schonend. Die Unterflurtrasse wurde in der so genannten Deckelbauweise errichtet, bei der zuerst Bohrpfähle in den Untergrund gebohrt und danach der Deckel betoniert wurde. Erst im Anschluss wurde der „Tunnel“ gegraben, wodurch Staub- und Lärmbelastung deutlich minimiert werden konnten.

Umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen

Wie bei allen Projekten legt die ASFINAG großen Wert darauf, so schonend wie möglich zu bauen und als Ausgleich auch zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen umzusetzen. Dazu gehört unter anderem, dass die ASFINAG

  • 3,9 Hektar Streuwiesen angelegt und weitere 3,1 gesichert hat,
  • 3,8 Hektar Wald und 2,5 Hektar Ufergehölz entlang der Mur angelegt hat
  • eine Tümpelkette als Laichgewässer für Amphibien geschaffen hat und
  • 80 Vogel- sowie Fledermausnistkästen angebracht hat.

Zusätzlich wurde entlang der Strecke eine 50 Meter breite Grünbrücke errichtet, um die Lebensräume zu vernetzen und Wildtieren das Queren zu ermöglichen.

Die Gesamtinvestition in diesen ersten Abschnitt der Murtal Schnellstraße beträgt etwa 165 Millionen Euro.

Abschnitt Judenburg – St. Georgen steht vor UVP

Für den Abschnitt zwischen Judenburg und St. Georgen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Im Frühjahr 2021 wird das Projekt zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Die optimale Trassenvariante – ein bestandsnaher Ausbau mit drei Unterflurtrassen in St. Peter ob Judenburg, Rothenthurm und Wöll - wurde der Bevölkerung bereits präsentiert. Die Schätzkosten für diesen Lückenschluss belaufen sich auf etwa 370 Millionen Euro. Der Baubeginn soll 2025 erfolgen, die Fertigstellung 2030.


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