Grünberg: Evaluierung des NAP Behinderung gute Grundlage für Weiterentwicklungen

Wesentliche Maßnahme sieht ÖVP-Sprecherin für Menschen mit Behinderung in der Erstellung von Informationen in Leichter Sprache

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Die Ergebnisse der sehr umfangreichen und professionellen Evaluierung des Nationalen Aktionsplanes (NAP) Behinderung für die Jahre 2012-2020 sind eine gute Grundlage für die Erstellung des neuen, im Regierungsprogramm 2020–2024 vorgesehenen NAP Behinderung 2022–2030. Das stellte heute, Montag, die ÖVP-Sprecherin für Menschen mit Behinderung Abg. Kira Grünberg fest, die sich auch selbst bei der Evaluierung eingebracht hat. Der NAP Behinderung ist eine langfristige Strategie zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

„Das Sozialministerium und alle dasselbe unterstützenden Arbeitsgruppen zur Erarbeitung einer Fortschreibung des NAP arbeiten mit aller Kraft daran, die gesetzten Deadlines nach Möglichkeit einzuhalten. Die omnipräsente Corona-Krise erschwert diesen Prozess leider. Aber ich bin zuversichtlich, dass trotz allem ein gutes Ergebnis – in Form einer aktualisierten Auflistung von Maßnahmen im Bereich Behinderung – am Ende stehen wird. Wesentlicher ist in Folge ohnehin die Umsetzung der Maßnahmen, nicht bloß ihre Auflistung“, so Grünberg.

Eine wesentliche Maßnahme sieht die Abgeordnete in der Erstellung von Informationen in Leichter Sprache. Sie verweist in diesem Zusammenhang beispielhaft auf den Gleichbehandlungsausschuss vom Oktober 2020, in dem sich die Abgeordneten einstimmig für eine entsprechende Initiative im Bereich Frauengesundheit ausgesprochen haben. „Frauen mit Behinderungen sind in Bezug auf gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen eine benachteiligte Gruppe, da es an Informationen in Leichter Sprache oder in Gebärdensprache fehlt“, unterstreicht Grünberg.

Die ÖVP-Sprecherin für Menschen mit Behinderung begrüßt zudem, dass es im Bereich der Barrierefreiheit von Bundesgebäuden und öffentlichen Websites positive Entwicklungen gegeben hat. Besonders in Zeiten beschränkten Parteienverkehrs öffentlicher Einrichtungen sind die Webseiten dieser Institutionen eine umso wichtigere Quelle, um valide Auskünfte zu erhalten. Wenn diese nicht barrierefrei sind, sind sie für viele Menschen mit Behinderung nicht verwendbar.

„Nach wie vor ist im Bereich Behinderung und Inklusion vieles zu tun. Die nun vorliegenden Ergebnisse der NAP-Evaluierung können für künftige Maßnahmen gut genützt werden“, schloss Grünberg.

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