Bayer Austria: Werner-Klein-Forschungspreis geht an die Kardiologin Mariann Pavone-Gyöngyösi

In Ihrer Arbeit untersuchte sie eine Methode zur Reduktion der herzschädigenden Nebeneffekte einer gängigen Chemotherapie

Wien (OTS) - Chemotherapien sind oft überlebensnotwendig für Krebs-PatientInnen, gehen aber leider auch immer wieder mit negativen Nebenwirkungen einher. So ist zum Beispiel die klinische Anwendung von dem meist bei Krebserkrankungen zur Chemotherapie verwendeten Anthrazyklin Doxorubicin durch den kardiotoxischen (herzschädigenden) Nebeneffekt erheblich limitiert. Prof. Gyöngyösi hat sich in ihrer Arbeit diesem Problem gewidmet und wichtige Erkenntnisse gewonnen.(1) Dafür wurde sie nun mit dem von Bayer Austria gestifteten Werner-Klein-Forschungspreis für Translationale Herz-Kreislaufforschung geehrt. Prof. Gyöngyösi erfreut: „Diese Auszeichnung bedeutet für mich die Anerkennung meiner vieljährigen translationalen Forschung.“

Der Forschungspreis wurde im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft verliehen, die vom 1.-3. November 2020 rein virtuell stattfand. Lieven Hentschel, Geschäftsführer der Bayer Austria und Leiter der Division Pharmaceuticals, betont: „Therapien für Patientinnen und Patienten so verträglich wie möglich zu machen, ist auch Bayer ein großes Anliegen. Daher freuen wir uns ganz besonders, dass die Preisträgerin die Medizin hier wieder einen wichtigen Schritt vorangebracht hat. Univ.-Prof. Dr. MSc Bernhard Metzler gratulierte im Namen der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft (ÖKG): „Prof. Gyöngyösi betreibt seit vielen Jahren anhaltend sehr gute Forschung. Daher ist es uns eine große Freude, ihr Engagement heute angemessen würdigen zu können.“

Verminderte Kardiotoxizität bei gleichbleibender Anti-Tumor-Aktivität

In Prof. Gyöngyösis translationalem experimentellen Projekt reduzierte die liposomale Enkapsulation von Doxorubicin die Anreicherung von Doxorubicin im Herzmuskel.(1) Dadurch verminderte sich die Kardiotoxizität bei gleichbleibender Anti-Tumor-Aktivität. Mittels molekularbiologischer Methoden konnten sie und ihr Team nachweisen, dass diese Methode zu weniger Herzmuskel-Fibrosen und Kollagen-Einlagerungen führt, was der Entwicklung der chronischen Herzschwäche entgegenwirken kann.

Diese experimentelle Studie deutete auch darauf hin, dass jedes Herz und jede/r Patient/in schon in der Frühphase der Krebstherapie primär vor Kardiotoxizität geschützt werden sollte. Frühzeitig sollten daher Herzuntersuchungen, wie zum Beispiel ein Herzultraschall durchgeführt werden.

Forschungspreis der ÖKG und Bayer Austria

Der Werner-Klein-Forschungspreis für Translationale Herz-Kreislaufforschung wird von der ÖKG für kontinuierliche hervorragende Arbeit auf dem Gebiet der Herz-Kreislaufforschung vergeben. Ausgezeichnet werden insbesondere Arbeiten, die zur Brückenbildung zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung beitragen. Bayer Austria unterstützt diesen Preis zum mittlerweile neunten Mal in Folge.

1 Gyöngyösi M, Lukovic D, Zlabinger K, Spannbauer A, Gugerell A, Pavo N, Traxler D, Pils D, Maurer G, Jakab A, Riesenhuber M, Pircher A, Winkler J, Bergler-Klein J. Liposomal doxorubicin attenuates cardiotoxicity via induction of interferon-related DNA damage resistance. Cardiovasc Res. 2020;116:970-982
PP-XAR-AT-0280-1 – 10/2020

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Ernährung. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen, indem es zur Lösung grundlegender Herausforderungen einer stetig wachsenden und alternden Weltbevölkerung beiträgt. Gleichzeitig will der Konzern seine Ertragskraft steigern sowie Werte durch Innovation und Wachstum schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und steht mit seiner Marke weltweit für Vertrauen, Zuverlässigkeit und Qualität. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte der Konzern mit rund 104.000 Beschäftigten einen Umsatz von 43,5 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,9 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 5,3 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de.

Über Bayer Austria

Bayer Austria ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des weltweit tätigen Bayer-Konzerns mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Das Life-Science Unternehmen beschäftigt in Österreich über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, steuert seit 2009 die Ländergruppe Südosteuropa und ist verantwortlich für Marketing, Vertrieb, klinische Studien sowie technische und medizinische Beratung für Bayer-Produkte.

Der Bayer-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 43,5 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit rund 104.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Informationen finden Sie unter www.bayer.at.

Bild: Univ. Prof. Dr. Mariann Pavone-Gyöngyösi

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