Schülerunion fordert: Verpflichtende Weiterbildung der Lehrkräfte im Bereich Digitalisierung!

Eine fehlende Aus- und Weiterbildung der Lehrerschaft darf Schülerinnen und Schülern nicht die Chance auf Bildung nehmen

Wien (OTS) - Mit den neuen Maßnahmen der Regierung im Schulbereich wird der Unterricht des nächsten Monats für die Sekundarstufe 2 großteils wieder online stattfinden. Teilweise fehlt Lehrerinnen und Lehrern noch immer das praktische Wissen um ihren Unterricht bestmöglich online abhalten zu können. Dies führt nicht nur zum Verlust von Unterrichtszeit, sondern in weiterer Folge auch zu Lücken in der Vermittlung des Stoffes. Digitale Kompetenzen, die Bedienung von Zoom, der Umgang mit Microsoft Team und anderen Online Plattformen sowie eine angepasste Unterrichtsgestaltung müssen erlernt oder ausgebaut werden, um qualitativen Unterricht zu gewährleisten!

Für Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek ist die verpflichtende Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer ein ein richtiger und wichtiger Schritt, um die Qualität des Unterrichts zu sichern: „Mit der erneuten Umstellung auf Distance Learning der Oberstufen stehen wir auch wieder der Herausforderung gegenüber, den Lehrstoff so normal wie möglich vermittelt zu bekommen. Nur, weil wir Schülerinnen und Schüler nicht mehr am Präsenzunterricht im Schulgebäude teilhaben können, darf die Qualität des Unterrichts nicht sinken. Vielen Lehrerinnen und Lehrern fehlt es schlichtweg an Wissen, wenn es um die Nutzung von Online-Plattformen geht. Die, die darunter leiden, sind die Schülerinnen und Schüler. Solche Weiterbildungen, um digitale Kompetenzen zu erlernen und aufzufrischen, werden schon angeboten, sie müssen nur noch genutzt werden. Und zwar verpflichtend genutzt!“

Auch Anthony Grünsteidl, Bundesobmann der Schülerunion Österreich, spricht sich klar für eine verpflichtende Weiterbildung aus: „Die Corona-Krise und das Distance Learning sind ein großer Umstieg für alle Ebenen des Bildungssystems. Die Schülerinnen und Schüler schaffen es im Normalfall gut, sich auf Zoom und anderen digitalen Plattformen zurecht zu finden. Uns erreichen allerdings viele Meldungen aus ganz Österreich, dass manchen Lehrkräften dieser Umstieg nicht so leichtfällt. Als Schülerunion ist eines für uns klar: Lehrerinnen und Lehrer müssen auf den Distance Learning-Unterricht besser vorbereitet sein! Praxisorientierte Fortbildungen zu digitalen Grundfähigkeiten sind unabdingbar. Ein Beispiel der so oft genannten Weiterbildungen ist der “Massive Open Online Courses” (MOOC) der virtuellen PH, welcher ganz einfach und sowohl selbstständig, als auch von einem Vortragenden begleitend, durchgemacht werden kann. Es ist nicht wichtig in welchem Modus, sondern, dass es passiert. Daher fordern wir die verpflichtende Absolvierung einer Aus- und Weiterbildung zu digitalen Kompetenzen für alle Lehrerinnen und Lehrer. Nur so kann eine solide Grundlage für besseren digitalen Unterricht und damit die Bewältigung der momentanen Situation geschaffen werden.“

„Zur Bewältigung der Corona-Krise im Bildungssektor braucht es den Einsatz von jeder und jedem einzelnen! Der digitale Unterricht muss von Schülerinnen und Schülern, aber auch von Lehrkräften gleichermaßen vorangetrieben werden!“, fügt er hinzu.

Die Schülerunion ist mit über 30.000 Mitgliedern die größte Schülerorganisation Österreichs, in der sich die Jugendliche ehrenamtlich engagieren. Durch ihr vielfältiges Serviceangebot, wie zum Beispiel dem Schulrechtsnotruf und diversen Weiterbildungen, gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler. Darüber hinaus bringt sie ihre Forderungen in der Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie im Schuljahr 2020/21 22 von 29 Mandaten stellt. Die Bundesschulsprecherin Alexandra Bosek kommt ebenfalls aus der Schülerunion.

Rückfragen & Kontakt:

Anna Radman
Pressesprecherin Schülerunion
presse@schuelerunion.at
+43 660 50 74 626

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OSU0001