SPÖ-Drobits: Verlängerung der Regelungen zum Corona-Homeoffice kann nur erster Schritt sein

Forderung an Bundesministerin Aschbacher, Homeoffice-Konzept noch heuer vorzulegen

Wien (OTS/SK) - Als notwendigen ersten Schritt in die richtige Richtung bezeichnet SPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Drobits die Einigung zur Verlängerung der bestehenden Regelungen zum Homeoffice: Angesichts erheblich steigender Infektionszahlen wurde im Einvernehmen mit den Sozialpartnern beschlossen, dass die ursprünglich bis Endes des Jahres befristete Pendlerpauschale und Erweiterung des Unfallversicherungsschutzes beim Corona-Homeoffice bis März 2021 verlängert wird. „Für den November-Lockdown gibt es die Empfehlung, Homeoffice möglich zu machen. Das muss aber Vereinbarungssache mit dem Betriebsrat bleiben, denn die ArbeitnehmerInnen im Corona-Homeoffice brauchen Sicherheit. Dafür wird die Verlängerung der Maßnahmen sorgen. Allerdings kann das nur ein erster Schritt sein – wir brauchen klare Spielregeln und nachhaltige Lösungen für Corona-Homeoffice – und das möglichst noch vor Weihnachten.“ ****

Es gebe vielfältige Erkenntnisse aus dem Corona-Homeoffice während des ersten Lockdowns im Frühjahr: Unternehmen, die ihren MitarbeiterInnen Homeoffice verweigern oder solche, die ihre MitarbeiterInnen gegen ihren Willen ins Homeoffice schicken, Selbstausbeutung der ArbeitnehmerInnen im Homeoffice durch fehlende Ruhezeiten, unbezahlte Mehrarbeit, keine klare Trennung von Beruf und Freizeit, Probleme beim Datenschutz und der Datensicherheit, steuerliche Auswirkungen – die Palette der Probleme sei weitreichend, so Drobits. Der Abgeordnete hat als erster Mandatar bereits im Juli 2020 einen Homeoffice-Entschließungsantrag im Nationalrat vorgelegt; darin fordert er unter anderem eine erzwingbare Betriebsvereinbarung, ein Gleichbehandlungsgebot, den Unfallversicherungsschutz sowie eine Verpflichtung des Arbeitgebers, die nötigen Betriebsmittel zur Verfügung zu stellen.

„Corona-Homeoffice und mobiles Arbeiten sind zwei Paar Schuhe, die auch unterschiedlich zu betrachten sind. Ich bin optimistisch, dass die Forderungen aus meinem Antrag in den laufenden Sozialpartnerverhandlungen zum Homeoffice im Allgemeinen und zum mobilen Arbeiten im Speziellen Resonanz finden werden. Wir haben jetzt einen klaren Auftrag. Die Sozialpartner haben gute Ideen und sind auf meine Initiative bereits eingegangen; Arbeitsministerin Aschbacher ist daher dringend aufgefordert, die Arbeiten zu beschleunigen und noch vor Weihnachten einen Regelungsentwurf vorzulegen. Die Menschen sind jetzt im Homeoffice – wir brauchen einen Verhandlungsturbo. Wichtig ist mir aber auch, dass für all jene ArbeitnehmerInnen, die aufgrund ihrer Tätigkeit kein Homeoffice in Anspruch nehmen können, optimale Maßnahmen zum Schutz vor dem Covid-Ansteckungsrisiko getroffen werden – denn da gibt es noch deutlich Luft nach oben“, so Drobits.

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(Schluss) bj/sd

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