Wasserversorgung im Corona-Herbst

Die Versorgung mit bestem Trinkwasser – vom westlichsten Vorarlberg bis zum östlichsten Burgenland und vom nördlichsten Niederösterreich bis zum südlichsten Kärnten– ist durch Österreichs rund 5.500 Wasserversorgungsunternehmen jederzeit gesichert
Franz Dinhobl, Präsident der Interessenvertretung der österreichischen Trinkwasserversorger

Wien (OTS) - Die österreichische Bundesregierung spricht von einer zweiten Corona-Welle. Weitere Maßnahmen werden am Samstag verkündet. Viele Menschen werden in den nächsten Monaten also wieder mehr Zeit denn je zu Hause verbringen. Für die Versorgung mit ausreichend bestem Trinkwasser ist jedenfalls vorgesorgt. Einerseits für den täglichen Haushaltsbedarf, andererseits für verstärkte Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen.

Die Versorgung mit bestem Trinkwasser – vom westlichsten Vorarlberg bis zum östlichsten Burgenland und vom nördlichsten Niederösterreich bis zum südlichsten Kärnten– ist durch Österreichs rund 5.500 Wasserversorgungsunternehmen jederzeit gesichert", betont Franz Dinhobl, Präsident der Interessenvertretung der österreichischen Trinkwasserversorger. Das spart für die Menschen in unserem Land Geld, Zeit und Ressourcen: Statt abgefülltes, vergleichsweise teureres Wasser aus dem Supermarkt nach Hause zu tragen, kommt das natürliche Premiumprodukt verlässlich und direkt aus der hauseigenen Wasserleitung.

Trinkwasserversorgung auch bei erhöhtem Bedarf gesichert

Die Wasserversorgungsunternehmen kommen mit einem erhöhten Wasserbedarf problemlos zurecht. Schwankungen sind normal, es gibt sie das gesamte Jahr über. Österreichinnen und Österreicher sind in der glücklichen Lage, die Ressource Wasser im Haushaltsbereich bedenkenlos nützen zu können: Das Trinkwasser wird zu 100 Prozent aus Grundwasser aus Brunnen und Quellen gewonnen und ist damit bestens durch den Boden geschützt und gefiltert.

Ein Eintrag des Coronavirus in Quell- oder Brunnenwasser kann weiterhin ausgeschlossen werden, da das Virus durch die Bodenpassage inaktiviert wird. Vorhandene Desinfektionsanlagen bieten einen zusätzlichen Schutz gegen virale und bakteriologische Kontamination. Das Coronavirus kann zudem im Wasser nicht überleben und sich auch nicht vermehren.

Häufiges Händewaschen ist keine Wasserverschwendung

Häufiges und gründliches Händewaschen zählt nach wie vor zu den wichtigsten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und ist meist hautfreundlicher als die Anwendung von Desinfektionsmitteln. Auch dafür steht die Ressource Wasser jederzeit zur Verfügung. Bedenkliche Auswirkungen auf den Verbrauch und die Wasserversorgung hat dies nicht. Ebenso wenig ein erhöhter Wasserbedarf zur Einhaltung weiterer Hygienemaßnahmen, wie etwa häufigere Waschgänge, um wiederverwendbare Mund-Nasen-Schutzmasken zu waschen.

Wie viel Trinkwasser verbrauchen wir beim Händewaschen?

Gründliches Händewaschen dauert etwa 30 Sekunden. Aus einem gewöhnlichen Wasserhahn im Haushalt kommen pro Minute etwa 10 Liter Wasser. Pro Waschvorgang macht das also 5 Liter Trinkwasser. Bei der Annahme von durchschnittlich 4 Handwaschvorgängen pro Person und Tag würde das circa 5-8 % des jährlichen Trinkwasserbedarfes im Land ausmachen. Diese Menge an Trinkwasser ist von den Österreichischen Wasserversorgungsunternehmen problemlos und zuverlässig lieferbar.

Die ÖVGW

Die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) ist die einzige, unabhängige und freiwillige Interessenvertretung für die österreichischen Trinkwasserversorger. Sie zählt über 260 Unternehmen aus dem Wasserbereich zu ihren Mitgliedern. Über Kooperationen mit Landesverbänden vertritt die ÖVGW mehr als 1.500 Wasserversorger. Diese beliefern rund 80 % der zentral versorgten Bevölkerung mit Trinkwasser. Das österreichische Trinkwasser wird zu 100 % aus Grundwasser aus Quellen und Brunnen gewonnen. Für die ÖVGW steht daher der Schutz des Grundwassers und die sichere Versorgung der Bevölkerung mit gesundem, hochqualitativem Trinkwasser auch in Zeiten des Klimawandels im Fokus.

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Mag. Michaela Jungbauer
ÖVGW I www.ovgw.at
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