FPÖ – Kaniak: Minister Anschober muss endlich einheitliche Standards im Krisenmanagement schaffen

Uneinheitliche und intransparente Meldungen von Spitalsbetten könnten manipulierten Engpass erzeugen

Wien (OTS) - „Die derzeitige Diskussion um verfügbare Spitalsbetten in den einzelnen Bundesländern wirft mehr Fragen als Antworten auf. Denn die im AGES-Covid19-Dashboard dargestellten Zahlen zeigen nur jene Betten an, welche von den Bundesländern zur Covid-Behandlung zur Verfügung gestellt und auch gemeldet werden. Dieser Wert ändert sich wöchentlich, wenn nicht täglich beträchtlich um mehrere tausend Betten. Zudem handhabt jedes Bundesland die Zählweise anders. Die Möglichkeit der bewussten Inkaufnahme von falschen Zahlen und einer Fehlinterpretation der vorhandenen Kapazitäten liegt somit auf der Hand“, erklärte der freiheitliche Gesundheitssprecher NAbg. Mag. Gerhard Kaniak.

Derzeit könne man von etwa 42.000 öffentlichen Krankenbetten in Österreich ausgehen, wobei der AGES mit heute 10.110 verfügbare Normalbetten gemeldet wurden, von denen 1.197 von an Covid erkrankten Patienten belegt seien. Das sind knappe 12 Prozent, beziehungsweise 2,8 Prozent der Gesamtkapazität. Von einer Verknappung der Versorgung kann somit nicht gesprochen werden, außer man führt sie statistisch künstlich herbei. Eine solche Vorgangsweise könnte zum Beispiel ein Grund zur Verschiebung von wichtigen Behandlungen oder Operationen sein“, so Kaniak.

„Was wir nun dringend benötigen, ist ein einheitliches und transparentes Meldeschema für Normal- und Intensivbetten über das gesamte Bundesgebiet. Zu diesen müssen aber auch jene etwa 20.000 Betten gezählt werden, die in privaten Spitälern zur Verfügung stehen. Denn diese könnten wichtige Kapazitäten für Behandlungen und Operationen sicherstellen, welche dann über den Prikraf aus der öffentlichen Hand finanziert werden. Ebenso muss es ein einheitliches bundesweites Aufnahme- und Entlassungsverfahren geben. Symptomfreie Verdachtsfälle können ebenso gut in häusliche Betreuung entlassen werden, wie Patienten mit überstandener Erkrankung bei entsprechend hohen CT-Werten bei ihren PCR-Tests“, betonte der FPÖ-Gesundheitssprecher, der noch anführte, dass Österreich noch sehr lange nicht an seine Kapazitätsgrenzen in den Spitälern anlangt sei, sofern wir die vorhandenen Kapazitäten intelligent nutzen. Sicher sei allerdings, dass wir in Gefahr laufen, durch falsche Daten von der schwarz-grünen Regierung in eine ungerechtfertigte Panik und in einen zweiten Lockdown zu geraten.

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