VÖS beschließt mit Bundesministerin Köstinger "Pakt für mehr Tierwohl"

Budget für Tierwohl-Investitionen aufgestockt

Wien (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) und weiteren agrarischen Verbänden ein "Pakt für mehr Tierwohl in der produzierenden Landwirtschaft" präsentiert. "Wir reden nicht nur von mehr Tierwohl, wir setzen konkrete Maßnahmen dafür um. Mit diesem Pakt setzen wir auf Unterstützung beim Umstieg statt auf Verbote. Dafür stehen künftig pro Jahr rund 120 Mio. Euro zur Verfügung. Mehr Tierwohl zu erreichen, geht nur gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern, nicht gegen sie. Höhere und bessere Förderungen sind dazu der Schlüssel", so Köstinger.

Höhere Fördersätze für Tierwohl-Stallungen

Ab dem Jahr 2021 steigen demnach die Fördersätze für besonders tierfreundliche Stallungen auf 35% der Investitionskosten. Ab 2022 wird beim Stallneubau im Bereich Schweineaufzucht und -mast auf einen gehobenen Förderstandard gesetzt. Dieser beinhaltet mehr Platz, größere Buchten, getrennte Funktionsbereiche, wenig perforierte Liegeflächen sowie vielseitiges Beschäftigungsmaterial und Kühlmöglichkeiten. "Die Investitionsförderung ist für den Erhalt der Eigenversorgung von großer Bedeutung. Dass besonders tierfreundliche Systeme im Rahmen der Investitionsförderung eine zentrale Rolle spielen und eine besondere Beachtung finden, ist aus unserer Sicht positiv hervorzuheben. Der Schwerpunkt geht auch hier in Richtung mehr Tierwohl - ohne aber Eigenversorgung und Bestandsschutz aus den Augen zu verlieren", betonte VÖS-Obmann Walter Lederhilger.

Vielfältige Maßnahmen für mehr Tierwohl

Um die laufenden Kosten für besonders tierfreundliche Stallungen zu unterstützen, wird auch in Zukunft auf ÖPUL-Maßnahmen wie die "Tierwohl-Stallhaltung" gesetzt, die auch um einen Zuschlag für unkupierte Tiere erweitert werden soll. Außerdem soll ein Österreichischer Tiergesundheitsdienst (ÖTGD) als Ergänzung zu den Landes-TGD geschaffen werden, um in Zukunft eine einheitliche Umsetzung von Tiergesundheitsprogrammen und Tierwohlvorgaben zu ermöglichen. Auch für die Forschung im Schweinebereich soll Geld in die Hand genommen werden: Aktuell wird unter Mitarbeit des VÖS ein mehrjähriges Projekt eingeleitet, in dem Tierwohl-Verbesserungen in bestehenden, konventionellen Stallungen erforscht werden sollen.

Schulterschluss der Branche mit dem Ministerium

Köstinger hob in diesem Zusammenhang die Errungenschaften der heimischen Tierhaltung hervor: "Österreich ist schon jetzt europaweit Vorreiter bei den Tierwohlstandards, diese Rolle bauen wir mit diesem Pakt aus. Mein Ziel ist, dass wir die Selbstversorgung mit Lebensmitteln absichern und gleichzeitig das Tierwohl in unserem Land gemeinsam mit unseren Bäuerinnen und Bauern weiterentwickeln." Lederhilger bekundete die Unterstützung der Branche bei diesen Vorhaben: "Wir begrüßen die Initiative von Bundesministerin Köstinger zu diesem sehr wichtigen Thema und werden uns seitens des VÖS in die gemeinsame Arbeit gerne aktiv einbringen." (Schluss)

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