- 28.10.2020, 10:19:31
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AK: „Intelligenter Schlüssel“ Fingerprint, Gesichtsscan & Co – AK warnt bei Datenklau vor lebenslangen Nebenwirkungen!
Regeln für Einsatz von Biometrie bei KonsumentInnen nötig
Utl.: Regeln für Einsatz von Biometrie bei KonsumentInnen nötig =
Wien (OTS) - Biometrischer Fingerprint als Zugangscode gab's schon
bei James Bond in den 1970er-Jahren. Was damals futuristisch war,
schleicht sich heute in den Alltag ein. Anlässlich der Privacy Week
warnt die AK: Sollten Fingerabdruck oder Gesichtsscan in falsche
Hände kommen, hat der durch Datenklau verursachte Schaden dauerhafte
Folgen. Schlüssel weg – den kann man ersetzen, Körpermerkmale nicht.
Zudem sind sensible Daten im Spiel, die etwa viel über Gesundheit
aussagen können. Die AK will klare Ge- und Verbote für den
Biometrie-Einsatz bei KonsumentInnengeschäften.
Mit der Privacy Week 2020 möchte der Chaos Computer Club die
vielen Facetten des „Schutzes der Privatsphäre im digitalen
Zeitalter“ sichtbar machen. Die AK hat mit dem Institut für
Technikfolgen-Abschätzung der Akademie der Wissenschaften die
Biometrie – den Körper als Schlüssel – thematisiert und Risiken für
den Alltag analysiert.
Passwort weg, kein Ausweis oder Schlüssel dabei? Macht nichts:
Biometrie hilft, Geschäfte abzuwickeln, Besorgungen zu erledigen.
Finger aufs Display legen, schwupps man ist angemeldet. „Um die
Identität von Konsumentinnen und Konsumenten zu überprüfen, werden
immer öfter körperliche Merkmale herangezogen, die einen Menschen
eindeutig charakterisieren“, sagt AK Konsumentenschützerin Daniela
Zimmer. „Das Smartphone wird mit dem Fingerabdruck entsperrt. Der
Zugang zum Onlinebanking wird via Gesichtsscan eröffnet. Ein
biometrischer Scanner liest die biologischen Merkmale eines Benutzers
– etwa sein Irismuster oder seinen Fingerabdruck – und wandelt das
Ergebnis in digitale Informationen um, so dass ein Computer diese
interpretieren und verifizieren kann.“
Die AK Analyse warnt: Was bequem klingt, ist vielfach gefährlich.
„Handys sind gerade Wegbereiter zu Biometrie, die sich in den Alltag
einschleicht. Für Nutzerinnen und Nutzer wird es zunehmend als völlig
normal, harmlos und sicher empfunden, uns mit unserem Fingerabdruck
zu identifizieren oder damit zu bezahlen“, so Zimmer.
„Biometrische Merkmale kann man nicht löschen. Sie begleiten uns
unser Leben lang“, so Zimmer. „Verlorene Schlüssel und vergessene
Passwörter lassen sich ersetzen, Körpermerkmale nicht. Werden
Abdrücke, etc. gestohlen, um sie missbräuchlich zu nutzen, hätte das
dauerhafte Folgen. Fingerlinien lassen sich nicht wie Passwörter
wechseln.“
Zimmer: „Fingerabdrücke sollte man nicht für triviale, alltägliche
Authentifizierungen nutzen, vor allem, wenn sie in der Cloud
gespeichert oder gar weiterverarbeitet werden. Selbst eine lokale
Speicherung am Endgerät ist vor Missbrauch nicht immer sicher.“
KonsumentInnen brauchen Schutz. So sollte etwa beim Onlinebanking
keine dauerhafte Speicherung von biometrischen Daten erfolgen, um das
Risiko von Identitätsdiebstahl zu minimieren und keinen Verlust der
Anonymität in Kauf zu nehmen.
Die AK setzt sich für #Gerechtigkeit ein. Seit 100 Jahren. #fürimmer.
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