„Liebesg’schichten“, Lehár, Loos & mehr: ORF-Kulturdoku-Herbst mit zahlreichen Neuproduktionen

Künstlerporträts, gesellschaftsrelevante Filmprojekte, Fortführung beliebter Reihen etc.

Wien (OTS) - Spannend, informativ, reflexiv – und auch unterhaltsam:
Eine ganze Reihe neuer Dokumentationen präsentiert die ORF-TV-Kultur ihren Zuseherinnen und Zusehern diesen Herbst in ORF 2. Thematisch breit gefächert sind die Filme, die vorwiegend als Auftrags- oder Koproduktionen entstanden sind bzw. sich derzeit noch in Herstellung befinden. So stehen – großteils im Rahmen der bewährten Sendeflächen „matinee“, „dokFilm“ und „kulturMontag“ – Künstlerporträts und Projekte u. a. zu den Geburtstagen von Franz Lehár, Adolf Loos oder Ludwig van Beethoven ebenso auf dem Programm wie kulturhistorisch und gesellschaftspolitisch relevante Filme, darunter die Produktionen „Penissimo“, „Und bist du nicht willig“ oder „Zukunft der Mobilität – Was uns bewegen wird“, weiters auch neue Ausgaben der Reihen „Der Geschmack Europas“ und „Museum für Zwei“ bzw. das Staffelfinale des ebenfalls von der ORF-TV-Kultur verantworteten Publikumshits „Liebesg’schichten und Heiratssachen“ mit der traditionellen Bilanz. Ergänzend zu den Premieren stehen außerdem Dacapos sehenswerter früherer Kulturdoku-Produktionen auf dem Herbst-Spielplan.

ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl:
„Wir wollen neue, aufregende Blicke auf Altbewährtes und kulturhistorisch Bedeutendes werfen, aber auch aktuelle Phänomene und Strömungen beleuchten – wobei unsere Geschichten immer aus der Gegenwart heraus erzählt werden. Unsere Wahrnehmung von Lehár oder Beethoven ist heute eine andere als noch vor 20, 30 Jahren. Aber auch die Betrachtung gesellschaftspolitischer Themen wie das Männerbild oder die Gewaltbereitschaft ändert sich mit rasantem Tempo. Gerade als öffentlich-rechtliches Medium sehen wir uns zu profunden Analysen dieser Entwicklungen verpflichtet.“

Die Neuproduktionen im chronologischen Überblick (alle in ORF 2):

Mittwoch, 28. Oktober, 20.15 Uhr: „Liebesg’schichten und Heiratssachen“
Wer wurde von Briefen überschüttet, wer hat sich verliebt und gibt es vielleicht schon gemeinsame Pläne für die Zukunft? Im Finale der bereits 24. Staffel der ORF-„Liebesg’schichten und Heiratssachen“-Porträts – erstmals mit Nina Horowitz als Interviewerin und Gestalterin – wird Bilanz gezogen.

Sonntag, 1. November, ab 10.45 Uhr: Franz-Lehár-„matinee“ mit Spieldoku und Symphoniker-Konzert
In der Feiertags-„matinee“ zeigt ORF 2 zum diesjährigen 150. Geburtstag von Franz Lehár die neue Spieldokumentation „Franz Lehár – Immer nur Lächeln“ (mit u. a. Wolfgang Hübsch und Aglaia Szyszkowitz) sowie ein eigens für den Film im Theater an der Wien aufgezeichnetes und von Manfred Honeck dirigiertes Konzert der Wiener Symphoniker unter dem Titel „,Dein ist mein ganzes Herz‘ – Die schönsten Melodien von Franz Lehár“ (11.40 Uhr) mit Camilla Nylund, Piotr Beczala und Michael Schade. Beide Produktionen wurden von Regisseur Thomas Macho in Szene gesetzt.

„matinee“ am Sonntag, 8. und 22. November, jeweils 9.05 Uhr: „Der Geschmack Europas“, neue Folgen
Das preisgekrönte kulturkulinarische TV-Format mit Lojze Wieser unternimmt neue filmische Streifzüge durch die Küchen und Kulturen weiterer europäischer Regionen, diesmal in der Ostschweiz sowie im Kamptal und am Wagram. Regie führten Florian Gebauer und Martin Traxl.

Ab 8. November in der „matinee“ am Sonntag, jeweils ca. 10.50 Uhr:
„Museum für Zwei“, weitere Folgen
Nach bereits zwei ausgestrahlten Sendungen der neuen, 16-teiligen Miniaturenreihe „Museum für Zwei“ stehen heuer noch sechs weitere Episoden mit exklusiven Privatführungen auf dem „matinee“-Spielplan:
So geht es in das Karikaturmuseum Krems (8. November), das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum (15. November), das Kunsthistorische Museum (22. November), das Technische Museum (6. Dezember), das Naturhistorische Museum (13. Dezember) und das Jüdische Museum Hohenems (20. Dezember).

„dokFilm“, Sonntag, 8. November, 23.05 Uhr: „Alain Delon, persönlich“ Am Tag seines 85. Geburtstags würdigt ORF 2 den französischen Schauspielstar mit dem Porträt von Philippe Kohly. Darin versucht der Regisseur den Menschen hinter der glamourösen Fassade zu ergründen. Im Film kommt Alain Delon in Interviews aus fünf Jahrzehnten zu Wort und spricht u. a. über seine schwierige Kindheit, seine Einsamkeit und seinen Freiheitsdrang.

„kulturMontag“, 9. November, 23.15 Uhr: „Zukunft der Mobilität – Was uns bewegen wird“
Ist angesichts überfüllter Straßen, begrenzter Ressourcen, aktueller klimapolitischer Ziele und veränderter Wertvorstellungen der jüngeren Generation das Ende des individuellen Autoverkehrs in Sicht? Und damit das Aus für das einstige Kultobjekt und Statussymbol Automobil, das vielfältigen Widerhall fand in Kunst, Musik, Literatur und Film? Regisseur Norbert Haberger untersucht, wie sich unsere Welt und mit ihr unsere Weltanschauungen verändern werden.

„kulturMontag“, 9. November, 0.00 Uhr: „Antschel“
Ein filmischer Essay von Regisseurin Susanne Ayoub über den als Paul Antschel geborenen Dichter Paul Celan anlässlich dessen 100. Geburtstag (23. November): Sein Freund und Wegbegleiter, der Lyriker Klaus Demus, führt durch den Film, der von der Heimat in der Sprache handelt, die für Celan den einzigen Zufluchtsort bedeutete.

Samstag, 14. November, 22.05 Uhr: „Karl Merkatz – Vom Tischler zum echten Wiener“
Zum 90. Geburtstag (17. November) begleitet Regisseur Christian Kurt Weisz den Volksschauspieler mit der Kamera zu seinen Wurzeln in Wiener Neustadt. Archivmaterialien aus dem Familienarchiv sowie Filmausschnitte und Anekdoten von Wegbegleitern geben lebendige Einblicke in Leben und Schaffen des Publikumslieblings.

„matinee“ am Sonntag, 15. November, 9.05 Uhr: „Proben mit Franz Welser-Möst“
Regisseur Robert Neumüller hat den österreichischen Dirigenten Franz Welser-Möst, der diesen Sommer seinen 60. Geburtstag feierte, bei der Erarbeitung und Einstudierung von Richard Strauss’ „Elektra“ bei den Salzburger Festspielen 2020 begleitet. Eingebettet in die Beobachtungen dieses künstlerischen Prozesses wird die Lebensgeschichte des Maestros erzählt, der sich bereits im zarten Kindesalter zur Musik hingezogen fühlte.

„dokFilm“, Sonntag, 22. November, 23.05 Uhr: „Und bist du nicht willig“
Gewalt gegen Frauen ist nichts Neues. Es gibt sie schon immer, in jeder Kultur, jeder Religion und jeder Gesellschaft. Der Film von Andrea Eder – zu sehen anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (25. November) – befasst sich mit dem Problembewusstsein für die Thematik, mit Gesetzen und Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen, mit Gewaltschutz, Frauenhäusern und Schicksalen von Betroffenen, die anderen Mut machen sollen.

„dokFilm“, Sonntag, 29. November, 23.05 Uhr: „Penissimo“ Nach „Die Lust der Frauen“, „Die Lust der Männer“ und zuletzt „Viva la Vulva“ beschäftigt sich Filmemacherin Gabi Schweiger in ihrem jüngsten Projekt mit dem männlichen Geschlechtsorgan und beleuchtet das Thema u. a. aus kulturhistorischer, soziologischer und gesellschaftspolitischer Perspektive.

„kulturMontag“, 30. November, 23.15 Uhr: „Adolf Loos – Visionär und Provokateur“
Zum 150. Geburtstag (10. Dezember) von Architekt, Kritiker und Kulturpublizist Adolf Loos widmet sich die Dokumentation von Rudolf Klingohr und Tanja Rogaunig dem Leben und Werk des Enfant Terrible der Wiener Kunstszene um 1900, der als Wegbereiter der modernen Architektur gilt.

„dokFilm“, Sonntag, 6. Dezember, 23.05 Uhr:
„Aller Anfang – Die Hebammenschule in Niederösterreich“
Kaum über einen Vorgang wird mehr in Superlativen gesprochen als über das Geburtserlebnis. Viele berichten vom „schönsten Moment“ ihres Lebens, andere vom absoluten Horrortrip. In der Hebammenschule werden die Schülerinnen mit all dem konfrontiert – es geht schließlich um alles, um das Leben schlechthin. Der Film von Karin Berghammer begleitet die jungen Frauen während ihrer Ausbildung, ihre Erfolge und Niederlagen.

„matinee“ am Sonntag, 13. Dezember, ab 9.05 Uhr und „kulturMontag“, 14. Dezember, ab 23.15 Uhr:
Beethoven-Schwerpunkt
Zum Abschluss des Beethoven-Jahres 2020 würdigt ein weiterer Programmschwerpunkt im Rahmen von „matinee“ und „kulturMontag“ den Komponisten im Dezember zum 250. Geburtstag. So stehen u. a. neue Dokus – wie „Beethoven reloaded“ (13. Dezember) von Andy Sommer über die aktuelle Relevanz und Aussagekraft von Beethovens Werk oder die mit Mitwirkenden wie u. a. John Malkovich, Billy Joel, Hans Zimmer, Yuja Wang, Rebekka Bakken, Juan Diego Flórez oder Daniel Hope hochkarätig besetzte außergewöhnliche Produktion „Breaking Beethoven“ (AT; 14. Dezember) von Aleksey Igudesman und Barbara Weissenbeck ebenso auf dem Spielplan wie das EBU-Videoclip-Projekt „New European Songbook – Beethoven Edition“ (14. Dezember).

Weitere Details zu den Produktionen sowie ein Filmtrailer sind unter presse.ORF.at abrufbar.

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