SPÖ-Vollath: Sacharow-Preis stärkt demokratischer Opposition in Belarus den Rücken

EU-Menschenrechtspreis ehrt ungebrochenen Einsatz für Freiheit und Demokratie

Wien (OTS/SK) - Es ist offiziell, der diesjährige Sacharow-Preis geht an die demokratische Opposition in Belarus, vertreten durch den Koordinierungsrat, die Initiative mutiger Frauen und Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft. „Hunderttausende Menschen gehen in Belarus Woche für Woche auf die Straße und demonstrieren für Freiheit und Demokratie. Sie trotzen allen Einschüchterungsversuchen, sie trotzen Repression, Gewalt und Verhaftungen. Nach den gefälschten Wahlen in Belarus im August klammert sich die Autokratie rund um Alexander Lukaschenko zwar immer noch verzweifelt an die Macht, demgegenüber ist aber eine breite Oppositionsbewegung entstanden, die alle Alters- und Gesellschaftsschichten umfasst. Der Sacharow-Preis soll die Menschen in ihrem unermüdlichen und mutigen Begehren nach Meinungsfreiheit, fairen Wahlen und demokratischen Grundrechten ehren und bestärken. Es ist ein lauter und deutlicher Ruf für Freiheit und Demokratie in ganz Europa, den wir als Europäisches Parlament unterstützen“, sagt Bettina Vollath, SPÖ-EU-Abgeordnete und Mitglied im Menschenrechtsausschuss nach der heutigen Verkündung der PreisträgerInnen. ****

„Wir, die sozialdemokratische Fraktion im EU-Parlament, haben im Zuge der Nominierung besonders das Engagement von Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa, Veronika Tsepkalo und vielen weiteren mutigen Frauen hervorgehoben“, betont Vollath. „Die belarussische Oppositionsbewegung wird wesentlich vom Engagement mutiger Frauen getragen. Wir haben großen Respekt. Die Auszeichnung zeigt, dass wir an ihrer Seite stehen.“

Der renommierte Sacharow-Preis für geistige Freiheit wird jährlich vom Europaparlament verliehen und ist der wichtigste Menschenrechtspreis der EU. Er ist mit 50.000 Euro dotiert und wird in feierlicher Zeremonie in der Dezember-Plenartagung durch den Präsidenten des EU-Parlaments persönlich an die GewinnerInnen verliehen. Die PreisträgerInnen werden ins EU-Parlament eingeladen und erhalten das Wort im Plenum. Ehemalige PreisträgerInnen - wie die Jesidin Nadia Murad und der kongolesische Arzt Denis Mukwege - sind in Folge auch mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. (Schluss) lp

Rückfragen & Kontakt:

Jakob Flossmann, Pressesprecher der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament
+43 660 562 11 99
jakob.flossmann@europarl.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0008