Silvan: Pierer erspart sich dank türkiser Politik hunderttausende Euro

Wien (OTS/SK) - KTM-Boss Stefan Pierer sagte im Ibiza-Untersuchungsausschuss aus, er habe aus rein ideologischen Motiven 435.000 Euro an die ÖVP im 2017er Nationalratswahlkampf gespendet. Die Großspende an die Partei von Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich für Pierer mehrfach bezahlt gemacht: Durch die türkis-blaue Reform der Allgemeinen Unfallversicherung AUVA bleiben Pierers KTM jährlich rund 480.000 EUR mehr am Konto, stellte SPÖ-Abgeordneter Rudolf Silvan Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ fest. ****

Zum Hintergrund erläuterte Silvan, dass Dienstgeber seit 2019 weniger Unfallversicherungsbeiträge für ihre ArbeitnehmerInnen an die AUVA bezahlen müssen. Pierer ersparte sich auf Grund dieser türkis-blauen Maßnahme bereits im ersten Jahr 480.000 Euro an Dienstgeberbeiträgen, die er nun nicht mehr bezahlen muss. Unterm Strich konnte KTM – auch wenn man die Großspende aus dem Jahr 2017 miteinberechnet – bereits im ersten Jahr der Reform ein sattes Plus von fast 50.000 Euro verbuchen.

Ab dem Jahr 2020 erspart sich die Pierer-KTM jährlich fast eine halbe Million Euro an nicht zu bezahlenden Dienstgeberbeiträgen. Viel Geld, das von der AUVA und somit von unserem Gesundheitssystem jährlich durch die türkis-blaue Reform auf die Konten der Großindustriellen verschoben wird. Im Vergleich dazu: Kleine und mittlere Unternehmen wie z.B. ein Tischler mit fünf Beschäftigten ersparen sich lediglich wenige hundert Euro im Jahr.

2017 forderte Pierer in einem Zeitungsinterview mehr Flexibilität in der Arbeitswelt und die Einführung eines 12-Stunden-Arbeitstages. Silvan: „Wie es der Zufall will, wurde der 12-Stunden-Tag bzw. die 60-Stunden-Woche alsbald von der türkis-blauen Regierung Kurz I - unter großem Protest von Gewerkschaften und SPÖ – eingeführt.“ Auch die Grünen sprachen sich seinerzeit vehement gegen den 12-Stunden-Tag aus – seit der grünen Regierungsbeteiligung ist davon allerdings nichts mehr zu hören, so Silvan. (Schluss) bj/PP

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