Krassnitzer und Neuhauser ermitteln im ORF-„Tatort – Krank“

ORF-2-Premiere für neuen Austro-Fall am 25. Oktober

Wien (OTS) - Mit seinen ersten beiden Krimis „Grenzfall“ (2015) und „Schock“ (2017) erzielte Rupert Henning Topquoten. In seinem neuesten ORF-„Tatort“-Fall „Krank“ geraten Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser am Sonntag, dem 25. Oktober 2020, um 20.15 Uhr in ORF 2 (im Rahmen des Programmschwerpunkts „Unser Österreich“) mitten in einen Glaubenskrieg zwischen Schulmedizin und alternativen Heilmethoden:
Als ein kleines Mädchen nach dem Einsatz sogenannter „sanfter Medizin“ ums Leben kommt, schlägt das hohe Wellen, und es entbrennt ein erbitterter, hochemotionaler Streit. Denn auf der Suche nach Heilung sind Menschen bereit, sämtliche Grenzen zu überschreiten – und schrecken dabei vielleicht auch vor Gier, Erpressung und Korruption nicht zurück. Neben dem rot-weiß-roten Ermittler-Duo standen u. a. auch Thomas Stipsits, Günter Franzmeier, Dominik Warta, Erik Jan Rippmann, Sabine Timoteo, Peter Raffalt und Sona MacDonald vor der Kamera. Rupert Henning zeichnet sowohl für Regie als auch Drehbuch verantwortlich. Die Dreharbeiten gingen im Spätsommer 2019 in Wien über die Bühne. „Tatort – Krank“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Lotus-Film.

Das große „Tatort“-Jubiläumsjahr 2020

50 Jahre „Tatort“, 50 Fälle Moritz Eisner und zehn Jahre Bibi Fellner: 2020 ist das große „Tatort“-Jubiläumsjahr. Nach den Dreharbeiten zum Krimi „Unten“ (AT), ist mit „Verschwörung“ (AT) auch schon der zweite Film im Kasten. Darin ist Harald Krassnitzer bereits zum 50. Mal als Moritz Eisner im Einsatz. Die Dreharbeiten zum dritten Fall „Die Amme“ (AT) gehen außerdem in den Endspurt. Alle drei Austro-Krimis feiern voraussichtlich 2021 ihre ORF-2-Premiere. Adele Neuhauser, die als Bibi Fellner erstmals 2010 vor der Kamera stand, feiert 2020 ihr Zehn-Jahres-Jubiläum. Auf On-Air-Spurensuche geht das Ermittler/innen-Team in diesem Jahr in zwei Krimis – „Pumpen“ (ORF-2-Premiere bereits am 6. September) und „Krank“ (25. Oktober).

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Als ein kleines Mädchen nach dem Einsatz sogenannter „sanfter Medizin“ ums Leben kommt, schlägt das hohe Wellen, und es entbrennt ein erbitterter, hochemotionaler Streit. Hätte sie wirklich sterben müssen, oder hätte sie bei anderer Behandlung vielleicht gerettet werden können? Hat sich ihr Vater, ein namhafter Vertreter der Alternativmedizin und Mitgründer des Unternehmens „Medicina Lenia“, bei der Behandlung seiner Tochter schuldig gemacht? Ein Gerichtsverfahren spricht ihn von derlei Vorwürfen frei. Doch dann wird er unmittelbar nach seinem Freispruch ermordet. Die Ermittlungen von Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) führen sie zu erschütterten Familienmitgliedern, überzeugten Heilspropheten und skrupellosen Machenschaften.

So gerät das Wiener Ermittlungsduo mitten in einen Glaubenskrieg, bei dem es nicht um Religionen im ursprünglichen Sinn geht, sondern vielmehr um etwas, das für jeden Menschen von existenzieller Bedeutung ist: Gesundheit. Der Kampf zwischen den Vertreterinnen bzw. Vertretern der sogenannten Schulmedizin und den Anhängerinnen bzw. Anhängern alternativer Heilmethoden wird mit geradezu fanatischer Härte geführt – und am Ende lässt die profitabelste aller Branchen alle moralischen Grenzen verschwimmen ...

Statement von Drehbuchautor und Regisseur Rupert Henning: „Relevante Geschichten finden uns manchmal rascher, als wir sie erfinden können“

„Seit die ,Tatort‘-Folge ,Krank‘ im Laufe der Jahre 2018 und 2019 erdacht und geschrieben und schließlich von der Wiener Lotus Film im Auftrag des ORF produziert wurde, hat sich die Welt ziemlich radikal verändert. Der Titel und die Themen des Films sind durch das jüngere Weltgeschehen noch relevanter geworden. Durch die globale Verbreitung einer infektiösen organischen Struktur namens ,SARS-CoV-2‘ sind Ereignisse eingetreten, welche die meisten von uns noch vor Kurzem kaum für wahrscheinlich gehalten hätten. Fiktionale Filme können das Weltgeschehen reflektieren und bisweilen auch kritisch kommentieren. Im Grunde wird Tag für Tag Geschichte geschrieben – und relevante Geschichten finden uns manchmal rascher, als wir sie erfinden können. Der Film „Krank“ beschäftigt sich mit Konflikten innerhalb unserer Gesellschaft, die schon lange schwelen, aber aufgrund der verschiedenen Ansätze zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung in letzter Zeit immer brisanter wurden. Und in Zeiten von COVID-19 scheint eine Frage für die gesamte Menschheit vorrangig zu sein: Wie bleibe oder werde ich gesund?

Seit vielen Jahren konkurrieren sogenannte „schulmedizinische“ und sogenannte „alternative“ bzw. „komplementäre“ Heilverfahren und Behandlungsmethoden miteinander. Die mitunter überaus erbittert geführten Auseinandersetzungen gleichen mehr und mehr jenen in religiösen Konflikten. Dabei geht es offenbar nicht nur um die Wirkungsweise der verschiedenen Methoden und um deren Nachweisbarkeit, sondern darüber hinaus immer wieder auch um weltanschauliche Aspekte. Und es geht ums Geschäft. Die Pharmaindustrie ist die profitabelste legale Wirtschaftsbranche – ob sie nun Produkte für die evidenzbasierte Medizin oder für die diversen anderen Heilmethoden herstellt.
Doch für viele Menschen ist Gesundheit vor allem eng mit Glaubensfragen verknüpft. Sachlichkeit, Rationalität und Fakten spielen da oft nur mehr eine Nebenrolle. Die Diskussion wird sehr schnell hochemotional. Die Gräben sind tief. Wo aber liegt die Wahrheit?“

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