Vorbild Bioökonomie: Modellregion für nachhaltiges Wirtschaften gesucht

Der Klima- und Energiefonds fördert regionale Maßnahmen, die zeigen, wie fossile Ressourcen bald endgültig der Vergangenheit angehören.

Wien (OTS) - Ob Umweltverschmutzung oder Erderwärmung – viele Probleme lassen sich auf die Nutzung fossiler Rohstoffe zurückführen. Die vernünftige und nachhaltige Alternative heißt Bioökonomie: Dabei handelt es sich um ein Wirtschaftskonzept, bei dem der Einsatz fossiler Rohstoffe und damit die Emission von Treibhausgasen auf ein Minimum reduziert wird. Im Rahmen des Programms Klima- und Energie-Modellregionen (KEM) sucht der Klima- und Energiefonds erstmals die „Schwerpunktregion Bioökonomie/Kreislaufwirtschaft“. Gefördert wird eine Gemeinde-Partnerschaft, die mindestens zehn Maßnahmen umsetzt, um zu einer Vorzeigeregion zu werden.

Bundesministerin Leonore Gewessler: „Österreich hat viele Stärken, die uns dabei helfen, in Sachen Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft zum Musterland zu werden. Wir verfügen über eine Fülle natürlicher Ressourcen und haben bereits jetzt viele innovative Betriebe. Fossile Energieträger gehören eindeutig der Vergangenheit an. Umso wichtiger ist es Partnerschaften weiter zu stärken und gute bioökonomische Konzepte voranzutreiben. Dabei soll die Schwerpunktregion Bioökonomie/Kreislaufwirtschaft als Vorbild für andere österreichische Gemeinden fungieren, aber auch darüber hinaus Strahlkraft entwickeln, denn Klimaschutz geht uns alle an.“

Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds: „Um die Pariser Klimaziele zu erreichen müssen wir vom Reden ins Tun kommen! Was wir brauchen ist eine Vielzahl von Maßnahmen, angefangen beim effizienten Materialeinsatz, über die Nutzung von Reststoffen und Nebenprodukten bis hin zur Lebenszeitverlängerung von Produkten. Die Schwerpunktregion zeigt uns mögliche Wege in eine fossilfreie Zukunft auf und setzt diese auch in die Praxis um.“

Über das Programm „Schwerpunktregion Bioökonomie/Kreislaufwirtschaft“

Im Rahmen der Ausschreibung „KEM Bioökonomie/Kreislaufwirtschaft“ wird eine Region gesucht, die einen substantiellen Schwerpunkt auf Maßnahmen im Bereich Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft legt. Ziel ist es, diese Region sowohl national als auch international als Modell für klimaschutzrelevante Bioökonomie- und Kreislaufwirtschaftsprojekte zu etablieren und damit in weiterer Folge weitere Projekte voran zu treiben.

Einreichberechtigt sind Zusammenschlüsse aus mindestens zwei Gemeinden mit insgesamt mindestens 3.000 bis maximal 150.000 Einwohner*innen. Im Zuge der zweistufigen Ausschreibung muss die Region mindestens zehn Maßnahmen in diesem Bereich konzipieren und im Falle einer Förderung umsetzen. Mit 22.10.2020 startet die erste Stufe der Ausschreibung. Der Umsetzungszeitraum läuft von August 2021 bis Juli 2024, es steht ein Fördervolumen von einer Million Euro zur Verfügung.

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