Regierung darf Hacklerregelung jetzt nicht abschaffen!

Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Regierung hat keine Skrupel, den ASVG-Versicherten den letzten Euro aus der Tasche zu ziehen!“

Wien (OTS) - Die türkis dominierte Bundesregierung will im November die 2019 vom Nationalrat beschlossene „Hacklerregelung“ wieder abschaffen. Das würde bedeuten, dass Arbeitnehmer nach 45 Jahren Arbeit nicht mehr abschlagsfrei in Pension gehen könnten. Und das während der Corona-Pandemie, in der der Arbeitsmarkt ohnehin besonders stark unter Druck steht. Der Wiener FCG-Vorsitzende Thomas Rasch, warnt nun davor, dass die Regierung damit zum reinen Erfüllungsgehilfen der Industriellenvereinigung verkommt.“ Im Herbst 2019 wurde nämlich die von türkis-blau bereits abgeschaffte Regelung für Langzeitversicherte vom Nationalrat wieder in Kraft gesetzt. Zuvor hatten die Geburtsjahrgänge 1954 bis 1957 noch hohe Abschläge zu entrichten.

Unrecht beseitigen?

„Anstatt diese Ungerechtigkeit zu beseitigen und die Abschläge für die vier Jahrgänge zurückzuerstatten, will man nun aber im November die Hacklerpension endgültig abschaffen“, kritisiert auch der FCG GPA-djp Wien-Vorsitzende und Wiener AK-Kammerrat Peter Gattinger. „Leistung muss sich lohnen, war ein viel verwendeter Slogan, nun soll die Regierung den Beweis antreten, dass dies nicht nur ein Lippenbekenntnis war“, so Gattinger.

Auswirkungen

„Das können Menschen, die 45 Jahre hart gearbeitet haben, einfach nicht verstehen. Da werden in der Corona-Krise hunderte Millionen Euro unkontrolliert an diverse Empfänger verteilt, die Regierung hat aber keine Skrupel, den ASVG-Versicherten den letzten Euro aus der Tasche zu ziehen“, protestiert Fritz Pöltl, FCG-ÖAAB Fraktionsführer in der Wiener AK. Das Argument des grünen Regierungspartners, dass von der Hacklerregelung ohnehin nur Männer profitieren würden, lassen die Christgewerkschafter nicht gelten.

Gilt für alle

Es würden davon aktuell auch viele Frauen profitieren, die früher bei ihren Kindern zu Hause geblieben sind und jetzt zusammen mit ihrem Partner den Lebensabend verbringen, meinen die christlichen Gewerkschafter. Und in ein paar Jahren, wenn Frauen ebenfalls bis 65 arbeiten müssen, wären dann ohnehin alle voll betroffen. Denn, 45 Arbeitsjahre müssen genug sein, so Pöltl, Rasch und Gattinger unisono in christlich-sozialer Einigkeit!

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Fraktion christlicher Gewerkschafter Wien
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FCG-Landesgeschäftsführer
Tel.: 01/5344479481
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1020 Wien

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