Schmiedtbauer zur GAP: "Bewährter Weg Österreichs abgesichert"

Kompromiss zur künftigen Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) im Europaparlament ist Etappenerfolg für bäuerliche Familienbetriebe

Brüssel (OTS) - "Das ist ein starkes Signal für eine Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP)", sagt Simone Schmiedtbauer, Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament, zu den Abstimmungen über zentrale Kompromisse der künftigen GAP. "Nach jahrelangen intensiven Verhandlungen konnten wir einen Etappenerfolg für vitale ländliche Räume und unsere land- und forstwirtschaftlichen Familienbetriebe erzielen. Unser bewährter österreichischer Weg ist damit abgesichert."

"Das Ergebnis ist nicht perfekt, aber ein Kompromiss, der es unseren Landwirtinnen und Landwirten erlaubt, voranzukommen. Gerade in Krisenzeiten voller Unsicherheit wegen der Corona-Pandemie, dem Brexit und anderen Marktstörungen braucht der Agrarsektor rasch Planungssicherheit." Schmiedtbauer verweist auch auf die vielseitigen, oft konträren Interessen der Europaparlamentarier: "Allein einen Agrar-Kompromiss zu erzielen, der bei der Abstimmung hält, ist in diesem Haus eine Mammutaufgabe und keine Selbstverständlichkeit. Wir sind ein recht bunter Haufen und der Großteil der Abgeordneten hat einen begrenzteren Bezug zur Landwirtschaft."

Mit dem Blick auf die noch anstehenden Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten nach der Schlussabstimmung über die GAP-Parlamentsposition am Freitag, zeigt sich Schmiedtbauer optimistisch: "Wir werden in den Abschlussverhandlungen ein gutes Ergebnis für die heimischen Familienbetriebe und unsere ländlichen Regionen nach Hause bringen. Das Zwei-Säulen-Modell der GAP wird abgesichert und unsere bewährten Programme der ländlichen Entwicklung fortgeführt. Österreich geht seinen erfolgreichen, nachhaltigen Weg weiter und wird auch in Zukunft einen substanziellen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz in der Landwirtschaft leisten. Andere EU-Mitgliedsländer werden unserem Beispiel folgen."

Das Europaparlament hat sich zur neuen Ökoregelung für eine Zweckbindung von Mitteln in der Höhe von 30 Prozent der Direktzahlungen in der 1. Säule der GAP ausgesprochen. Für Schmiedtbauer überschreitet dieser Kompromiss zwar ihre roten Linien, sei jedoch notwendig, um vollkommen unrealistische und jenseitige Vorgaben von 40 oder gar 50 Prozent rechtzeitig aus dem Rennen zu nehmen. Die EU-Landwirtschaftsminister haben sich auf 20 Prozent geeinigt. (Schluss)

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