Fenninger: Weitere Einmalzahlung für arbeitslose Menschen reicht nicht

Volkshilfe fordert von der Regierung nachhaltige Maßnahmen für die Betroffenen

Wien (OTS) - „Derzeit sind mehr als 413 000 Menschen in Österreich auf Arbeitssuche. Das sind um 4 000 mehr als in der Vorwoche, und um 71 000 arbeitslose Menschen mehr als vor einem Jahr. Die Zahlen zeigen das gewaltige Ausmaß des Problems“, so der Direktor der Volkshilfe Österreich Erich Fenninger.

Die Ankündigung von Vizekanzler Werner Kogler, die Betroffenen mit einer weiteren Einmalzahlung von bis zu 450 Euro für drei Monate zu unterstützen bewertet die Volkshilfe in einer ersten Reaktion als grundsätzlich positiv. „Aber Einmalzahlungen sind völlig unzureichend. Es braucht dringend eine dauerhafte Erhöhung des Arbeitslosengeldes und für Familien mit Kindern eine Erhöhung der Familienbeihilfe. Es ist für mich wirklich unverständlich, warum die Regierung nicht die Existenz der Menschen absichert. Das schafft man nicht mit Einmalzahlungen, sondern nur mit dauerhafter Unterstützung“, so Fenninger.

Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes von derzeit 55 auf 70 Prozent der Nettoersatzrate ist daher dringend nötig, um die Menschen nicht in akute Notsituationen zu treiben. Im internationalen Vergleich hat Österreich mit 55 % eine der niedrigsten Nettoersatzraten im Falle einer Arbeitslosigkeit, sie liegt sogar unter dem OECD-Durchschnitt von 63 Prozent. Eine dauerhafte Erhöhung würde sich durch steigende SV-Beiträge und mehr Konsumausgaben sogar teilweise selbst finanzieren.

„Die Hilfeansuchen an die Volkshilfe steigen ständig, oft betonen die Menschen dabei, nie geglaubt zu haben in eine solche Situation zu kommen“, betont Fenninger, „die Menschen wollen keine punktuellen Hilfen, sondern brauchen nachhaltige Unterstützung, um nicht in Armut abzurutschen.“


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