Moosbrugger: GAP-Verhandlungsergebnis bestätigt österreichischen Weg

Nächster Schritt: Kompromiss zwischen Agrarrat, Parlament und Kommission

Wien (OTS) - "Das Verhandlungsergebnis des EU-Agrarministerrates sichert die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) mit ihrem Zwei-Säulen-Modell und der vor allem in Österreich bereits jetzt schon sehr starken Umweltorientierung ab. Dank des erfolgreichen Einsatzes von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger - sie schmiedete schon im Vorfeld der zweitägigen Verhandlungen Allianzen mit gleichgesinnten Ländern - ist nun die GAP auf Ebene der EU-27 deutlich stärker umwelt- und qualitätsorientiert. Auch Österreich kann in Zukunft seinen für die gesamte EU vorbildhaften Weg fortsetzen. Neben diesem entscheidenden Meilenstein zu einer reformierten GAP hat auch das Europäische Parlament gestern wichtige Beschlüsse gefasst. Der nächste Schritt sind nun die sogenannten Trilog-Verhandlungen zwischen Rat, Kommission und Parlament", stellte Landwirtschaftskammer (LK) Österreich-Präsident Josef Moosbrugger zum Ergebnis der Verhandlungen über die neue GAP fest.

Ökoleistungen anerkannt

"Unsere Bäuerinnen und Bauern haben schon bisher umfangreiche Umweltleistungen erbracht. Bundesministerin Köstinger ist es in den Verhandlungen gelungen zu erreichen, dass die Ökoleistungen gesamthaft betrachtet und so unsere österreichischen Leistungen in der Ländlichen Entwicklung angerechnet und honoriert werden. Der österreichische Weg kann daher fortgeführt werden, doch die Herausforderungen bleiben groß. Daher muss es in den nächsten Monaten gelingen, ein Programm für die nächsten Jahre vorzulegen, das Praktikabilität für produzierende land- und forstwirtschaftliche Betriebe in den Mittelpunkt stellt", so Moosbrugger. Und er ergänzt: "Um auch in Zukunft den Herausforderungen gerecht zu werden, braucht es eine gute Mischung aus Ökologie und Ökonomie. Wir wollen weiterhin den Versorgungsauftrag für die österreichische Bevölkerung erfüllen."

Agrarpolitik: Mehr Umweltorientierung

Konkret werden knapp 387 Mrd. Euro für eine sichere, qualitätsvolle und umweltorientierte Ernährung der Europäerinnen und Europäer bereitgestellt, gleichzeitig die besonderen Umweltleistungen von rund zehn Millionen Bauernhöfen in lebendigen ländlichen Räumen finanziert. Die stärkere nachhaltige Ausrichtung der GAP wird durch neu eingeführte, verpflichtende Öko-Regelungen in der 1. Säule, also bei den Direktzahlungen, erreicht.

Flexibilität und Praktikabilität

"Mit der Einführung von mehr Flexibilität und von Anreizsystemen, die auf Belohnung statt auf Strafe setzen, können die einzelnen Länder ihre strategische Ausrichtung in der Agrarpolitik besser erreichen. Auf Basis der EU-Beschlüsse formuliert in der Folge jedes Mitgliedsland einen eigenen Strategieplan. Unser Ziel: Wir wollen den Menschen beste Lebensmittel zu wirtschaftlich notwendigen Preisen zur Verfügung stellen", so Moosbrugger. (Schluss)

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