KV-Verhandlungen der Brauer: Brauereien vermissen angesichts massiver Umsatzeinbrüche Kompromissbereitschaft der Gewerkschaft

Hoffnung auf Zusammenhalt und fairen, verhältnismäßigen Abschluss lebt

Wien (OTS) - Nach bereits vier Lohn- und Gehaltsrunden mit den Gewerkschaften PRO-GE und GPA-DJP wurden die Verhandlungen unterbrochen und vertagt.

Obwohl die Arbeitgeberseite ihr Angebot bereits in der dritten Runde deutlich erhöht hatte, hält die Arbeitnehmerseite seit der ersten Gesprächsrunde an ihrer Ausgangsforderung von 1,7 Prozent plus einer verpflichtenden Coronaprämie unnachgiebig fest, ohne sich in vier Verhandlungsrunden auch nur ein einziges Mal bewegt zu haben.

Es ist völlig unverständlich, dass die Gewerkschaften, obwohl sie in Worten anerkennen, dass es sich aktuell um die schlimmste Wirtschaftskrise seit Ende des 2. Weltkrieges handelt, nicht bereit sind, einen der Situation angepassten Abschluss zu tätigen.

In der aktuell wirtschaftlich extrem schwierigen Situation und bei einem äußerst unsicheren Ausblick auf die kommenden Jahre ist verantwortungsvolles Handeln gefragt. Ein Abschluss kann nur erzielt werden, wenn beide Seiten Kompromissbereitschaft zeigen und aufeinander zugehen – was bisher auf Gewerkschaftsseite nicht erkennbar war.

Die Forderungen der Gewerkschaften werden von den Arbeitgebern als überzogen und völlig unverhältnismäßig gesehen, wodurch auf Dauer der Bestand von Unternehmen und Arbeitsplätzen gefährdet wird.

Die österreichische Brauwirtschaft musste nicht nur den über 2-monatigen Lockdown der Gastronomie im Frühjahr verkraften, sondern sieht sich weiterhin mit restriktiven Corona-Maßnahmen in der Gastronomie und im Veranstaltungsbereich konfrontiert. Die Branche geht für das Jahr 2020 von einem Umsatzrückgang – je nach Brauerei – von bis zu 50 Prozent aus. Und auch die Aussichten für das Jahr 2021 sind besorgniserregend, nicht zuletzt, weil die Erholung des Tourismus lange dauern wird und zahlreiche Betriebe in der Gastronomie und Hotellerie ums Überleben kämpfen werden. Für die Brauwirtschaft hat das weitere Absatzeinbußen und teilweise den Totalverlust von Finanzierungen zur Folge.

Der Verband der Brauereien Österreichs sieht einem konstruktiven Gespräch mit den Gewerkschaften am 23. November mit positiver Erwartung entgegen.

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