Trotz der humanitären Waffenpause greift Armenien aserbaidschanische Städte an

Wien (OTS) - Trotz der humanitären Waffenpause, der am 10. Oktober 2020 unter Vermittlung der Russischen Föderation erklärt wurde, verletzte Armenien seine Verpflichtungen von Anfang an grob. Armenische Truppen haben versucht, die Kontrolle über Positionen zurückzugewinnen, die sie während der Gegenoffensive der Streitkräfte der Republik Aserbaidschan in den letzten Wochen verloren haben. Zudem haben sie aserbaidschanische Großstädte bombardiert. Dabei verschonte Armenien nicht einmal medizinische Einrichtungen, Schulen, Kindergärten und andere zivile Infrastrukturobjekte, um ein Höchstmaß an Angst und Panik unter der Zivilbevölkerung Aserbaidschans zu verbreiten.

Die neue Phase der Aggression Armeniens, die am 27. September 2020 begann, hat bereits zu 60 Opfern unter aserbaidschanischen Zivilisten geführt, 270 Personen wurden schwer verletzt. Seit der Erklärung der Waffenpause am 10. Oktober verloren 29 Zivilisten ihr Leben, 102 wurden schwer verletzt.

Großstädte wie Tartar, Aghdam, Minghachevir und Goranboy werden von armenischen Streitkräften trotz der formellen humanitären Waffenpause ständig mit ballistischen Raketen und schwerer Artillerie beschossen.

Am 11. und 17. Oktober feuerten armenische Streitkräfte ballistische Elbrus / SCUD-Raketen aus dem Gebiet Armeniens auf die zweitgrößte Stadt Aserbaidschans Ganja, welche außerhalb der Konfliktzone liegt. Infolge des ersten Raketenangriffs am 11. Oktober wurden 10 Zivilisten getötet, mehr als 30 wurden verwundet. Bei dem zweiten Raketenangriff in der Nacht zum 17. Oktober verloren 13 Zivilisten ihr Leben, darunter zwei Kinder, mehr als 50 Zivilisten wurden schwer verletzt.

Ein nächtlicher Angriff mit Raketen mit solch hoher verheerender Kapazität und Präzision lässt keinen Zweifel daran, dass die Angriffe auf die Stadt Ganja und andere Wohngebiete Aserbaidschans absichtlich durchgeführt wurden, um Massenverluste unter der Zivilbevölkerung zu verursachen.

Das ist ein Kriegsverbrechen, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ein Akt des Staatsterrors. Eine solch dreiste Verletzung des humanitären Völkerrechts erfordert eine dringende Reaktion der gesamten internationalen Gemeinschaft.

Durch diese Raketenangriffe beabsichtigt Armenien einen Gegenschlag der aserbaidschanischen Seite zu provozieren, um einen Vorwand für das Involvieren von Drittstaaten in den Konflikt zu schaffen. Die Streitkräfte der Republik Aserbaidschan führen Gegenoffensivmaßnahmen auf dem souveränen Boden der Republik Aserbaidschan unter vollständiger Einhaltung des Völkerrechts, der Charta der Vereinten Nationen und des humanitären Völkerrechts durch, um Angriffe von Armenien zu vereiteln und die Sicherheit der aserbaidschanischen Bevölkerung zu gewährleisten.

Wenn die politisch-militärische Führung Armeniens die Grundwerte der Menschheit offenkundig missachtet, ist es für die gesamte internationale Gemeinschaft ein Zechen, sich zusammenzuschließen und die Verbrechen Armeniens gegen die Menschlichkeit zu verurteilen.

In diesem kritischen historischen Moment, in dem das aserbaidschanische Volk um seine Ehre, Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität kämpft, erwarten wir von der gesamten internationalen Gemeinschaft, der Gerechtigkeit Genüge zu tun und dies in Worten und Taten zu zeigen. Es ist Aufgabe aller verantwortlichen Mitglieder der internationalen Gemeinschaft, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen und Armenien aufzufordern, seine kriminellen Aktivitäten einzustellen und alle erforderlichen Maßnahmen nach dem internationalen Recht sowie dem humanitären Völkerrecht zu ergreifen, um alle Täter dieser abscheulichen Verbrechen vor Gericht zu stellen.

Vor diesem Hintergrund appellieren wir an die österreichische Zivilgesellschaft und Offiziellen mit der dringenden Bitte, öffentliche Erklärungen abzugeben, in denen die vorsätzlichen Angriffe Armeniens auf die aserbaidschanische Zivilbevölkerung verurteilt werden. Zudem sollte in diesen Erklärungen Armenien aufgefordert werden, seine Aggression einzustellen, seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen, einschließlich die aus des humanitären Völkerrechts uneingeschränkt nachzukommen und seine Streitkräfte sowie Söldner und ausländische Terroristen, die auf seiner Seite kämpfen, aus allen besetzten Gebieten Aserbaidschans zurückzuziehen.

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