Rendi-Wagner bei MAN-Protest: „Wir kämpfen und wir lassen uns nicht unterkriegen!“

SPÖ-Chefin unterstützt MAN-MitarbeiterInnen: „LKW-Produktion am Standort Steyr erhalten!“ – „Regierung muss mit Betriebsrat sprechen und mit VW verhandeln“

Wien (OTS/SK) - Mit einem Warnstreik und einer öffentlichen Protestkundgebung haben sich heute, Donnerstag, die von Kündigung bedrohten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LKW-Herstellers MAN in Steyr gegen die Schließung des Standorts gewehrt. Über 2.300 Arbeitsplätze sind in Gefahr, tausende weitere – und damit die ganze Region - sind davon indirekt betroffen. SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner kämpft auf Bundesebene für den Erhalt der Arbeitsplätze des MAN-Werks und hat als Zeichen ihrer Solidarität als Gast an der Protestkundgebung teilgenommen. „Der heutige Tag ist ein Signal an Volkswagen, an die Bundesregierung und an alle in Österreich, die gerade um ihren Job zittern müssen: Wir kämpfen und wir lassen uns nicht unterkriegen! Und ich werde diesen Kampf Seite an Seite mit euch kämpfen, gemeinsam mit unseren Freunden von der Gewerkschaft. Wir geben nicht auf!“, so die SPÖ-Chefin bei der Kundgebung, an der mehr als 4.000 Menschen teilgenommen haben. ****

Es gehe der MAN-Belegschaft nicht nur um den Erhalt der Arbeitsplätze, sondern um eine „tiefe Verbundenheit mit dem Betrieb, dem Produkt und dem Standort“. Es sei wichtig, dass die Politik zuhöre – wie es die SPÖ-Chefin selbst bei einem Treffen mit BetriebsrätInnen vor zwei Wochen getan hatte –, denn „Politik muss auch dorthin gehen, wo sie tätig werden muss“. Kritik erntete die Bundesregierung daher für ihre Untätigkeit: „Wenn immer mehr Industrieflaggschiffe wegbrechen, kann die Regierung nicht einfach wegschauen! Der Kanzler findet das Thema Arbeit zwar seit zwei Wochen wichtig, aber seitdem ist nichts passiert. Die Regierung müsste heute mit euch mitmarschieren und mit euch für eure Arbeitsplätze kämpfen!“ Umso wichtiger sei die Forderung der SPÖ Oberösterreich nach einem Industriegipfel. „Ich fordere die Bundesregierung auf, endlich ernsthaft mit dem Betriebsrat zu sprechen und mit dem Eigentümer zu verhandeln!“ Es gebe nur ein Ziel, so Rendi-Wagner: „Die LKW-Produktion am Standort Steyr muss erhalten bleiben!“

Die SPÖ-Chefin stellte ein Wirtschaftssystem in Frage, in dem „Betriebe und Standorte geschlossen werden, die Gewinne machen, und trotzdem so mit ihren Beschäftigten umgehen, und in dem es nur um immer größeren Profit geht und die Menschen auf der Strecke bleiben“. Denn für die Gewinne hätten die MAN-MitarbeiterInnen gesorgt. Da laufe „gehörig etwas falsch im System“, wenn diese nichts mehr zählen. Vor allem dann, wenn sich die Spitzenmanager auch noch Millionen-Boni auszahlen lassen. Zudem seien Millionen-Förderungen in den MAN-Standort geflossen – und noch vor wenigen Monaten habe es Staatshilfen gegeben. Das sei auch richtig, aber „es kann nicht sein, dass Konzerne Förderungen und Staatshilfen einkassieren und dann ihre MitarbeiterInnen auf die Straße setzen und in Billiglohnländer abwandern!“, so Rendi-Wagner, die eine Arbeitsplatzgarantie bei Inanspruchnahme von Staatshilfen fordert. Werden trotz Förderungen Mitarbeiter gekündigt, soll „jeder Cent der Förderungen“ zurückgezahlt werden müssen. „Denn das ist euer Geld!“, so Rendi-Wagner. (Schluss) bj/ls

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