Herbstferien: ARBÖ-Reiseinfos zu Coronazeiten

Die ersten österreichweiten Herbstferien haben sich die Österreicher sicher anders vorgestellt. Grenzkontrollen, Gesundheitstests und Warnungen schränken den Urlaub ein.

Wien (OTS) - Ende Oktober starten erstmals in Österreich die einheitlichen Herbstferien. Die Coronapandemie macht die Reisepläne vieler Österreicherinnen und Österreicher zunichte. Für alle, die auf eine herbstliche Auszeit dennoch nicht verzichten möchten, hat der ARBÖ die wichtigsten Maßnahmen in den österreichischen Nachbarstaaten zusammengefasst. Während die Corona-Ampel in Österreich in allen Farben blinkt und über frühere Sperrstunden sowie Beschränkungen diskutiert und bereits teilweise umgesetzt werden, fassen sich die österreichischen Nachbarstaaten etwas konkreter.

Die angegebenen Informationen wurden mit Wissensstand vom 15. Oktober 2020, 10 Uhr, erstellt.

Vor Reiseantritt sollten unbedingt nochmals die tagesaktuellen Informationen zu Maßnahmen im Urlaubsland eingeholt werden. Diese bekommen Reisende beim ARBÖ-Informationsdienst oder auf der Website des Außenministeriums.

Deutschland:

Für zwei Drittel der Österreicher ist derzeit ein Besuch in Deutschland ohne negativen COVID-19-Test möglich. Wien, Tirol und auch Vorarlberg zählen zu den Risikogebieten und sind auf der deutschen „roten Liste“ zu finden. Bei der Einreise nach Deutschland besteht eine 14-tägige Quarantänepflicht und eine Pflicht zur Durchführung eines COVID-19-Tests innerhalb von 72 Stunden. Hat man bereits einen negativen COVID-19-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, ist die Quarantäne hinfällig. Reist man aus den restlichen sechs Bundesländern nach Deutschland, ist dies ohne Einschränkungen möglich. Das Deutsche Eck gilt weiterhin als Ausnahme und ist für alle Reisende geöffnet. Zu beachten ist, dass ausschließlich der Transit erlaubt ist. Selbst ein Tankstopp kann bereits zu Problemen führen.

Spezielle Regelungen gelten zudem für München. Dort gilt an bestimmten Plätzen von Freitagabend bis Sonntagfrüh ein Alkoholverbot für Außer-Haus-Verkauf ab 21 Uhr und für Konsum im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr. Außerdem muss bis 27. Oktober 2020 zwischen 9 und 23 Uhr in der Münchner Altstadt ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Wer sich nicht daran hält drohen Strafen von bis zu 250 Euro.

Tschechien und Slowakei:

Für ganz Tschechien wurde am 12. Oktober ein Lockdown ausgerufen. Dieser wird voraussichtlich bis 26. Oktober aufrechterhalten, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass der Lockdown verlängert wird. Geschäfte, Lokale und Beherbergungsbetriebe sind daher geschlossen. Ausländische Gäste können aber ungehindert ein- und ausreisen.

Darüber hinaus gilt für Prag seit 28. September eine partielle Reisewarnung (Stufe 5). Hier muss man einen negativen COVID-19-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, vorweisen oder in eine zehntägige Quarantäne. In dieser muss binnen 48 Stunden ein PCR-Test durchgeführt werden. Fällt dieser negativ aus, darf die Quarantäne beendet werden. In das restliche Land kann ohne Einschränkungen ein- und auch wieder ausgereist werden. Die Rückreise aus dem Rest des Landes ist ohne Einschränkungen möglich. Außerdem gilt in ganz Tschechien ein Mindestabstand von 1,5 Metern.

Ähnlich sieht es in der Slowakei aus. Ein- und Rückreisen sind problemlos möglich. Seit 1. Oktober gilt zwar der nationale Notstand, dieser hatte bislang jedoch noch keine Folgen für Österreich. Ab sofort ist in der Slowakei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch im Freien verpflichtend und der Mindestabstand zu anderen Personen beträgt 2 Meter.

Italien:

Ein Italienurlaub ist wieder uneingeschränkt möglich, allerdings muss eine Selbsterklärung (auf der ARBÖ-Website www.arboe.at erhältlich) ausgefüllt und mitgeführt werden. Sonderregelungen gelten weiterhin für Sardinien, Apulien, Kalabrien und Sizilien. Auch die unbeliebte Regelung, dass sobald sich im Fahrzeug Personen aus verschiedenen Haushalten aufhalten, der Beifahrersitz frei bleiben muss, in jeder weiteren Sitzreihe nur die zwei äußeren Sitzplätze verwendet werden dürfen und Mund-Nasen-Schutz-Tragepflicht herrscht, ist nach wie vor aktuell.

Liechtenstein und Schweiz:

Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und das Burgenland stehen auf der „roten Liste“. Für Reisende aus diesen Bundesländern ist eine zehntägige Quarantäne vorgesehen. Urlauber aus den restlichen vier Bundesländern können ohne Einschränkungen ein- und ausreisen. Zu berücksichtigen gilt jedoch ein Zwei-Meter-Mindestabstand in Liechtenstein und ein 1,5-Meter-Mindestabstand in der Schweiz.

Slowenien:

Wien findet man auf der „roten Liste“ Sloweniens. Für Einwohner aus diesem Bundesland ist eine zehntägige Quarantäne oder ein negativer COVID-19-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, ein Muss. Die Einwohner der restlichen acht österreichischen Bundesländer können ohne Einschränkungen ein- und ausreisen. Außerdem gilt im ganzen Land die 1,5-Meter-Mindestabstandsregelung.

Ungarn:

Seit 1. September hat Ungarn ein Einreiseverbot für Ausländer verhängt. Nur aus einigen wenigen Gründen darf nach Ungarn gefahren werden (Güterverkehr, Berufspendler, medizinische Notfälle). In Ungarn muss 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen gehalten werden.

„Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz-Masken wird­ −­ so wie auch mittlerweile wieder in Österreich – in allen Hotels, öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Gasthäusern und auch überall im Freien, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, dringend empfohlen beziehungsweise ist teilweise sogar verpflichtend“, warnt ARBÖ-Verkehrsexperte Jürgen Fraberger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ARBÖ Informationsdienst
Jürgen Fraberger
Tel.: +43 50 123 123
Mobil: +43 664 60 123 104
Email: id@arboe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR0001