SOS-Kinderdorf zu Budgetplänen der Regierung: Bildung und Klimaschutz müssen in den Fokus

Als Kinderrechtsorganisation fordert SOS-Kinderdorf mutige Investitionen in die Zukunft: Klimaschädliche Förderungen müssen gestoppt werden.

Wien (OTS) - „Es wird auch eine Zeit nach Corona geben – das muss in der Budgetgestaltung der nächsten Jahre unbedingt berücksichtigt werden“, sagt SOS-Kinderdorf Geschäftsführer Christian Moser anlässlich der heutigen Budgetrede von Finanzminister Blümel. „Derzeit wird viel Geld in die Stabilisierung der Wirtschaft und die Sicherung von Arbeitsplätzen investiert. Das ist sicher wichtig. Doch für eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Jugendlichen brauchen wir noch mehr Investitionen in Bildungschancen und Klimaschutz.“

Republik darf nicht Klimaerwärmung finanzieren
Auch in Zeiten von Corona ist der Klimawandel die größte Sorge von Kindern und Jugendlichen, wie eine von SOS-Kinderdorf beauftragte Studie zeigt: 88 % der Befragten sind der Meinung, wir müssen jetzt beim Klima- und Umweltschutz handeln, sonst ist es zu spät. Über 80 % finden, dass Politik und Wirtschaft den Klima- und Umweltschutz nicht ernst genug nehmen und fordern mehr Einsatz. „Klimaschutz ist Kinderschutz. Ohne Klimaschutz wird jungen Menschen die Chance auf eine gesunde, glückliche Zukunft verwehrt. Klimaschutz darf nicht in Zeiten einer besseren Konjunktur verschoben werden. Wir brauchen hier offensivere Weichenstellungen und zwar schon in diesem aktuellen Budget,“ erklärt Moser, der natürlich das Dilemma einer steigenden Staatsverschuldung versteht. „Mit einer falschen Sparpolitik stehlen wir unseren Kindern die Zukunft. Es gilt umwelt- und klimaschädliche Förderungen endgültig abzustellen. Es kann nicht sein, dass die Republik die Klimaerwärmung finanziert,“ so Moser.

Fehler im Schulsystem ausbessern
Auch im Bildungsbereich sieht SOS-Kinderdorf dringenden Investitionsbedarf. „Der Lockdown, aber auch die Zeit seither haben deutlich gezeigt, dass unser Schulsystem nicht in der Lage ist, allen Kindern das mitzugeben, was sie für ein gelungenes, selbstständiges Leben brauchen. Benachteiligungen werden nicht ausgeglichen, sondern mitgeschleppt, in der aktuellen Krise sogar verstärkt.“

Es brauche mutige Investitionen in eine grundlegende Bildungsreform: „Bei circa 1 Million Schülerinnen und Schüler werden sich geringe Budgetsteigerungen kaum auswirken. Es gilt, kein Kind zurückzulassen – durch Corona mehr denn je,“ so Moser abschließend.

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