Ausstellung „IM SCHATTEN VON BAMBI – Felix Salten & die Wiener Moderne“

Die Wienbibliothek im Rathaus und das Wien Museum erhellen die vielen Facetten des Tausendsassas. 15. Oktober 2020 bis 25. April 2021.

Wien (OTS) - Anlässlich seines 75. Todestags zeigen das Wien Museum und die Wienbibliothek im Rathaus Felix Salten (1869–1945) als einflussreichen Journalisten, mächtigen Kulturkritiker, experimentierfreudigen Theatergründer, engagierten Repräsentanten des Judentums, umstrittenen Literaturfunktionär und Mitstreiter des literarischen Netzwerks Jung-Wien.

Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler: „Die vielen bisher wenig bis unbekannten Facetten zu Felix Salten, die beide Ausstellungsteile aufzeigen, lassen ein weitgehend neues Bild dieser schillernden Persönlichkeit der Wiener Moderne entstehen.“

„Man kann über die Person Felix Salten wahrlich die Kulturgeschichte Wiens seiner Zeit erzählen“, so Matti Bunzl, Direktor des Wien Museums. Auch Wienbibliothek-Direktorin Anita Eichinger betont die Bedeutung Saltens und seines Nachlasses für das kulturelle Gedächtnis der Stadt: „Es freut mich, dass es der Wienbibliothek im Rathaus gelungen ist, Felix Saltens Bibliothek sowie zentrale Zeitdokumente zurück nach Wien zu holen und damit zu bewahren und zugänglich zu machen.“

Die Auswertung des Nachlasses von Felix Salten hat neue Aspekte seines Wirkens, seines privaten und beruflichen Lebens in Wien und im Exil und seiner Beziehungen zu wichtigen Zeitgenossen zu Tage gebracht. Entdeckt wurden auch bisher unbekannte Texte wie das erotische Manuskript „Albertine“, das im Rabenhof Theater zur Uraufführung gebracht wird.

Die Ausstellung bietet zudem die Chance, beliebte Highlights aus der Sammlung des Wien Museums zu sehen. „Salten war eine der zentralen Figuren in der Wiener Kultur um 1900, auch für die Bildende Kunst. Einige Kunstwerke, die er gesehen und besprochen hat, wie Gustav Klimts ‚Pallas Athene‘, Max Kurzweils ‚Dame in Gelb‘ oder die Skandal-Skulptur ‚Hexe, Toilette machend für die Walpurgisnacht‘ von Teresa Feodorowna Ries, können wir in der Ausstellung gemeinsam mit seinen Kommentaren dazu zeigen. „Hier öffnet sich ein – im Zusammenhang mit Felix Salten – bisher unbekannter Horizont," erläutert Ursula Storch (Wien Museum), die gemeinsam mit Marcel Atze (Wienbibliothek im Rathaus) die Schau kuratiert.

Zu sehen sind zahlreiche Werke aus der Nachlassbibliothek mit über 2.300 Büchern – darunter etwa Belege seines Tierbuchs „Bambi“ – sowie ausgewählte Fotos, Lebensdokumente, Manuskripte oder Briefe mit ca. 700 Korrespondenzpartner*innen, die einen weiten Blick auf Leben und Wirken des Tausendsassas ermöglichen.

„Felix Saltens schillernder Ruhm begründete sich zu seinen Lebzeiten nicht nur auf seine Tätigkeit als Schriftsteller. Bis heute kursieren über den Journalisten Salten zahlreiche Klischees, vor allem eilt ihm der Ruf des Skandal- und Klatschreporters voraus, weil er auf der Suche nach einer guten Story in der Tat bereit war, auch den Boulevard zu bedienen. Besonders erhellt werden in der Ausstellung aber seine spielerisch-kabarettisten Texte über die gekrönten Häupter Europas, die er unter dem Pseudonym Sascha in der „Zeit“ in riskanter Manier durch den Kakao zog“, so Marcel Atze.


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