Samariterbund: Corona verursacht noch mehr Hunger auf der Welt

Die Samariterbund-Sozialmärkte setzen wirkungsvolle Strategien gegen die Lebensmittelverschwendung um.

Wien (OTS) - „Der Hunger in der Welt ist seit dem Jahr 2000 zurückgegangen, doch in vielen Ländern ist die Situation dramatisch schlechter geworden. 690 Millionen Menschen hungern. 144 Millionen Kinder leiden unter Unterernährung“, erklärt Reinhard Hundsmüller, Samariterbund-Bundesgeschäftsführer und Abg.z.NÖ Landtag (KO), anlässlich des Welthungertages am 16. Oktober 2020.

„Die Hungerbekämpfung reicht nicht aus, um ‚Zero Hunger 2030‘, eines der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung, zu erreichen. Und Corona zeigt auch auf diesem Gebiet Wirkung: Prognosen zufolge könnte das Virus bei zusätzlich 80 Millionen Menschen zu Unterernährung führen. Dazu kommt noch eine verheerende Heuschreckenplage in Ostafrika und Südasien sowie eine globale wirtschaftliche Krise, die für Millionen von Menschen zu einer Eskalation bei der Ernährung führen. Es herrscht dringender Handlungsbedarf", so Hundsmüller.

Der aktuelle „Welthunger-Index 2020“ dokumentiert, dass der Hunger in mehreren Ländern heute schlimmer als im Jahr 2012. Das ist auf Konflikte, Armut, Ungleichheit, Gesundheitskrisen und den Klimawandel zurückzuführen.

Kampf gegen Lebensmittelverschwendung

Jährlich landen weltweit 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Wert von mehr als einer Billion Euro im Abfall. Das ist rund ein Drittel aller global produzierten Lebensmittel. Der Samariterbund setzt sich mit seinen Sozialmärkten in Wien und Niederösterreich gegen Lebensmittelverschwendung ein. Jährlich können auf diesem Weg mehr als 700 Tonnen Lebensmittel gerettet und damit bedürftige Menschen unterstützt werden. In den Sozialmärkten werden Lebensmittel verkauft, die eigentlich nicht mehr verwertet worden wären, obwohl sie frisch und genießbar sind. Die Produkte werden von Partnern aus dem Lebensmittelhandel gespendet. Daher können sie günstig an armutsgefährdete Menschen weitergegeben werden.

Der Samariterbund ist auch international aktiv

Der Samariterbund arbeitet auf internationaler Ebene seit vielen Jahren erfolgreich mit lokalen Partnerorganisationen in vielen Krisenregionen der Welt zusammen. Seit der Gründung vor fast 100 Jahren erfüllt der Samariterbund aber vor allem in Österreich seine soziale Mission: Die haupt- und ehrenamtlichen Samariterinnen und Samariter der Non-Profit-Organisation leisten für ältere Menschen, Kranke, Verletzte und in Not geratene Personen wichtige Hilfe von Mensch zu Mensch. Dabei wird der Samariterbund österreichweit von mehr als 316.000 Mitgliedern und Förderern unterstützt. Bei der Erfüllung der vielfältigen Aufgaben sind fast 10.000 Haupt- und Ehrenamtliche sowie rund 2.000 Zivildiener im Einsatz.

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