Krems Cooperation Research Award an Jungforscher im Bereich Life Science vergeben

LR Danninger: Niederösterreich braucht junge Menschen, die an Forschung und Wissenschaft interessiert sind

St. Pölten (OTS) - Bereits zum vierten Mal waren junge Forscherinnen und Forscher im Rahmen des Krems Cooperation Research Award aufgerufen, ihre wissenschaftlichen Publikationen, Master-Arbeiten und Bachelorarbeiten einzureichen. Dieser Tage wurde der Award im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung im Beisein von Technologielandesrat Jochen Danninger und ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki verliehen. „Wir gratulieren den Award Gewinnern ganz herzlich zu ihren herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten, mit denen sie die Fachjury überzeugt haben und sich so gegen einen starken Mitbewerb durchsetzen konnten“, so Landesrat Jochen Danninger und Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Die eingereichten Arbeiten zeigen das breite wissenschaftliche Forschungsfeld am Campus Krems. Insgesamt haben 20 Bewerberinnen und Bewerber der Donau-Universität Krems, der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften und der IMC FH Krems ihre Arbeiten und Publikationen eingereicht. Eine dreiköpfige externe Fachjury bewertete die Einreichungen – dass dabei durchwegs hohe Punktezahlen vergeben wurden, spricht für die außerordentliche Qualität aller eingereichten Arbeiten.

„Ziel des Awards ist es, junge Forscherinnen und Forscher zu motivieren, sich im Bereich der pharmazeutischen/medizinischen Technologie, der regenerativen Medizin und der klinischen Medizin wissenschaftlich zu profilieren. Der Technologie- und Innovationsstandort Niederösterreich braucht junge Menschen, die an Forschung und Wissenschaft interessiert sind, um auch in Zukunft im Ranking der europäischen High-Tech Regionen ganz oben mitmischen zu können“, erläutert Danninger.

Preisträger Florian Richter ist derzeit Master Student an der IMC. Die Arbeit wurde im Zuge eines Auslandssemesters an der Universität in Sidney (Australien) durchgeführt und beschäftigt sich mit der Entwicklung eines in vitro Modells im 3D Bio-Druck von Herz-Stammzellen zum verbesserten Verständnis der Entstehung neuer Blutgefäße. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung maßgeschneiderten Therapien von Menschen mit bestimmten Herzerkrankungen gesetzt.

Preisträger Dr. Nico Jacobi ist seit Jänner 2020 beim Biopharmaunternehmen Alvotech in Island tätig und Absolvent der IMC FH Krems. In seiner Doktorarbeit werden dreidimensionale (3D) Wirkstoffmodelle mit herkömmlichen zweidimensionalen (2D) Modellen verglichen, mit dem Ziel, prädiktive Wirkstoffmodelle zur Verbesserung von Krebstherapien zu entwickeln.

Dr. Rene Weiss (Donau Universität Krems, Christian Doppler Labor für Sepsis) und Dr. Chi Huu Nguyen (Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften) teilen sich einen Preis. Rene Weiss ist „der“ Fachmann mit jahrelanger Expertise am Durchflußcytometer der Core-Facility am Campus Krems, die im Jahr 2018 eröffnet wurde. Die Arbeit wurde in einem hochkarätigen wissenschaftlichen Journal publiziert und beschäftigt sich mit der komplexen Vollblut-Analyse. Mechanismen im menschlichen Blut wie Infektionen, Entzündungen oder Thrombose können dadurch besser verstanden werden und neue Therapieansätze daraus entwickelt werden.

Die Arbeit von Dr. Chi Huu Nguyen zum Thema Onkologie/Hämatologie wurde in einem hochkarätigen wissenschaftlichen Journal publiziert und beschäftigt sich mit der Erforschung von Therapieansätzen auf genetischer Ebene. Es konnten Gensignaturen und die onkogene Rolle eines Gens identifiziert werden, die vielversprechende Ziele für künftige Therapiemöglichkeiten darstellen.

„Wir sind sehr stolz auf die hervorragende wissenschaftliche Leistung, die die Preisträger in ihren Arbeiten zeigen. Es freut mich, dass die Hochschulen am Technopol Krems in dieser Dichte und Regelmäßigkeit hochqualifizierte Forscher und Entwickler hervorbringen“, so Dr. Wolfram Strobl, Mitglied des Award-Komitees.

Durch diese enge Zusammenarbeit mit Ausbildungseinrichtungen vor Ort erhalten junge Menschen an den ecoplus Technopol-Standorten eine exzellente Ausbildung. Fachkräfte sind für die heimische Wirtschaft enorm wichtig. Ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki betont dazu:
„Wir von ecoplus haben uns daher heuer erstmals entschlossen, diesen sehr gut dotierten Wissenschaftspreis mit insgesamt 5.000 Euro an Preisgeld zu sponsern. Auf Grund der guten Resonanz und der hohen Qualität der eingereichten Arbeiten werden wir den Krems Cooperation Research Award auch im nächsten Jahr wieder ausschreiben.“

Nähere Informationen: Büro LR Danninger, Andreas Csar, Telefon 02742/9005-12253, E-Mail andreas.csar@noel.gv.at, bzw. Wirtschaftsagentur ecoplus, Markus Steinmaßl, Telefon 02742/9000 196 19, E-Mail m.steinmassl@ecoplus.at, www.ecoplus.at

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