Anschober: Gute Fortschritte beim Impfstoff gegen Covid - nächster Vertragsabschluss

Nach Abschlüssen mit AstraZeneca und Sanofi-GSK nun Abschluss mit Johnson & Johnson fixiert

Wien (OTS) - Im Rahmen des gemeinsamen EU-Beschaffungsvorgangs und basierend auf der EU-Strategie für COVID-19-Impfstoffe hat die Europäische Kommission im Namen der 27 EU-Mitgliedsstaaten einen weiteren Vorkaufvertrag mit Janssen Pharmaceutica NV, einem der Janssen-Pharmaunternehmen von Johnson & Johnson, heute genehmigt. Im zuständigen Steuerungsgremien unter österreichischem Vorsitz haben die Mitgliedsländer ihre Zustimmung dafür gegeben. Somit steht der Unterzeichnung eines dritten Vorkaufvertrags mit einem potentiellen Impfstoffhersteller, nach AstraZeneca und Sanofi-GSK, nichts mehr im Wege.****

Dieser Vertrag wird es den EU Mitgliedsstaaten ermöglichen, einen potentiellen COVID-19 Impfstoff für 200 Millionen Menschen zu erwerben, wobei die Möglichkeit besteht, den Impfstoff für weitere 200 Millionen Menschen zu erwerben. Vorausgesetzt, es ergeht eine Marktzulassung für diesen Impfstoffkandidaten, der die AdVac®-Technologieplattform nutzt. Diese Plattform wurde bereits zur Entwicklung und Herstellung des kürzlich zugelassenen Ebola-Impfstoffs von Janssen sowie der Impfstoffkandidaten Zika, RSV und HIV verwendet. Der Impfstoffkandidat befindet sich bereits in Phase III der klinischen Entwicklung. Jeder Impfstoff, der auf den Markt gebracht wird, muss die erforderlichen Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit erfüllen und sich der unabhängigen wissenschaftlichen Bewertung durch die Europäische Arzneimittelagentur im Rahmen des EU-Marktzulassungsverfahrens unterziehen.

Die Entscheidung auf EU-Ebene, diesen Impfstoff zu unterstützen, basiert auf einer soliden wissenschaftlichen Bewertung, der verwendeten Technologie, der Erfahrung des Unternehmens in der Impfstoffentwicklung und seiner Produktionskapazität, um die gesamte EU zu beliefern.

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Jeder Vertrag bringt uns einen großen Schritt zum erklärten Ziel näher, nämlich einen qualitativ hochwertigen, sicheren und wirksamen COVID-19 Impfstoff für die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union, und damit auch für Österreich, bereitzustellen. Die Absicht dabei ist, sowohl auf europäischer Ebene und auch auf nationaler Ebene, ein Impfstoffportfolio zusammenzustellen, das geeignet ist, die Risiken hinsichtlich einer verzögerten oder ausbleibenden Markzulassung einzelner Impfstoffe, der qualitativen Wirksamkeit und Verträglichkeit sowie der Einsatzmöglichkeit bei verschiedenen Bevölkerungs- und Risikogruppen breit zu streuen. Die Bundesregierung hat auf meinen Antrag im Ministerrat die Finanzierung für diese potentiellen Impfstoffkandidaten festgelegt.“

Gespräche bzw. Vertragsverhandlungen mit CureVac, BioNTech-Pfizer und Moderna sowie mit anderen Unternehmen werden fortgesetzt.

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