Feuchte altersbedingte Makuladegeneration: Verbesserte Aussichten für Betroffene

Welttag des Sehens 2020: AMD als Hauptursache für schwere Sehbeeinträchtigungen im Alter in der westlichen Welt

Wien (OTS) -

  • Feuchte AMD: dank moderner Therapien sehr gut behandelbar
  • Corona zeigte Hürden in der Patienten-Versorgung auf, speziell im ländlichen Raum

Verminderte Wahrnehmung von Kontrasten, dunkle Flecken im Sichtfeld oder verzerrtes Sehen? All diese Symptome können auf eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD) hinweisen, wie im Rahmen eines Pressegespräches zum Welttag des Sehens 2020 präsentiert wurde. In westlichen Industrieländern ist AMD die Hauptursache für schwere Sehbeeinträchtigungen(1). Eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung und Kontrolle beim Augenarzt ist daher Pflicht! Ein einfacher Selbsttest mittels Amsler Gitter kann dabei mithelfen, Symptome rechtzeitig zu erkennen.

„In Österreich leiden rund 150.000 Menschen an einer altersbedingten Makuladegeneration(2). Rund 15% davon unter der aggressivsten Form, der feuchten AMD(3,4)“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Claus Zehetner von der Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie in Innsbruck. „Die gute Nachricht ist: Wir haben heute sehr gute Behandlungsmöglichkeiten für die feuchte AMD, mit denen wir die Erkrankung im Zaum halten können und das Sehvermögen erhalten. Voraussetzung ist jedoch, dass die Therapie konstant erfolgt“, so Zehetner weiter.

Und hier hat COVID-19 schon zuvor bestehende Hürden in der optimalen Versorgung der feuchten AMD-Patienten deutlich gemacht: „Patientinnen und Patienten können die Therapie nur in Spitälern erhalten und müssen daher oft sehr weite Anfahrtswege und Wartezeiten in Kauf nehmen. In Tirol bedeutet dies beispielsweise, dass Patientinnen und Patienten zwei Stunden und mehr nach Innsbruck anreisen – oft in Begleitung eines Angehörigen – um die nötige Therapie zu erhalten. Da die Patienten-Zahlen von Jahr zu Jahr steigen und die Ambulanzen an der Kapazitätsgrenze arbeiten, wäre eine dezentrale Lösung unter Einbeziehen der niedergelassenen Augenfachärztinnen und -ärzte dringend nötig“, führt Zehetner aus.

Die Diagnose feuchte AMD sorgt erst einmal für Verunsicherung, berichtet Lucia R. aus Niederösterreich über ihre eigenen Erfahrungen. „Anfangs hat mich das sehr beschäftigt, ich hatte große Angst, nun zu erblinden. Heute bin ich in Behandlung und habe diese Sorgen überwunden. Natürlich gibt es ein paar Einschränkungen – zum Beispiel fahre ich kaum noch selbst mit dem Auto, meine Augen sind recht lichtempfindlich geworden. Aber ich kann ganz normal mein gewohntes Leben führen und bin nicht auf die Hilfe von meinen Angehörigen angewiesen“ berichtete die vitale Pensionistin.

Um ihre Erfahrungen zu teilen und andere zu unterstützen, hat sie im Sommer eine Patientengruppe mitgegründet. „Mit der ‚Informationsplattform Makula‘ möchte ich den Austausch unter Betroffenen und Angehörigen ermöglichen. Mir persönlich hätte es zum Zeitpunkt meiner eigenen Diagnose sehr geholfen, wenn es eine solche Gruppe schon gegeben hätte. Ich möchte daher alle Interessierten einladen, mit uns in Kontakt zu treten“, ruft Lucia R. auf. Eine eigene Website geht in Kürze unter http://www.makula-info.at online. Für 9. November ist ein erstes, virtuelles Treffen der Gruppe geplant: „Leider sind persönliche Treffen derzeit nicht möglich; aber scheuen Sie sich nicht, Ihre Enkel oder eine Nachbarin zu fragen, wenn Sie selbst kein Smartphone oder keinen Computer haben. Gemeinsam schaffen wir das“, meint die engagierte Patientin.

Referenzen:

  1. Weltgesundheitsorganisation WHO. Prevention of Blindness and Visual Impairment, Verfügbar unter: http://www.who.int/blindness/causes/priority/en/index7.html (Letzter Zugriff: Oktober 2019).
  2. Smith W, et al. Risk Factors for Age-related Macular Degeneration. Ophthalmology 2001 Apr;108(4):697-704
  3. Li JQ, et al. Retinal Diseases in Europe: Prevalence, incidence and healthcare needs. Verfügbar unter: http://www.euretina.org/downloads/EURETINA_Retinal_Diseases.pdf (Letzter Zugri­ff: Oktober 2019).
  4. Arroyo JG. Verfügbar unter: http://www.uptodate.com/contents/age-related-macular-degeneration-clinical-presentation-etiology-and-diagnosis (Letzter Zugriff: Oktober 2019).

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