MEP Thaler: Nach Grenzschließungen sind Reisewarnungen neues Damoklesschwert!

EU muss Stärke zeigen um Binnenmarkt nicht zu gefährden

Innsbruck (OTS) - Die Europäische Kommission hat Anfang September gefordert, im Risikofall keine Grenzen zu schließen, sondern Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten zu verhängen. Die Tiroler EU-Abgeordnete Barbara Thaler fordert nach den zahlreichen Reisewarnungen eine Nachbesserung der europäischen Vorgaben: „Die Europäische Union hat aus dem Frühjahr gelernt. Bis dato gibt es trotz Anstieg der Zahlen keine geschlossenen Grenzen. Mit den unterschiedlichen nationalen Reiserwarnung gibt es aber ein neues Damoklesschwert.“

Die Europaparlamentarierin fordert bei der Bewertung von Risikogebieten sich mehr an den europäischen Lebensrealitäten zu orientieren und auch stärker auf die regionalen Gegebenheiten einzugehen: „Es dürfen nicht wegen einzelner Corona-Hotspots ganze Staaten oder Bundesländer als Risikogebiet eingestuft werden. Osttirol weist als flächenmäßig größter Bezirk Österreichs nur 9 aktiv-positive Fälle auf. Dennoch ist der Bezirk Lienz genauso von Reisewarnungen betroffen, wie die Landeshauptstadt Innsbruck mit 142 aktiv-positiven Fällen!“ Als Grundlage könnte laut der stellvertretenden WB-Landesobfrau die Einteilung nach den NUTS-3-Regionen dienen.

Die Tiroler Abgeordnete zum EU-Parlament hält fest: „Wir werden im Binnenmarktausschuss an diesem Thema dranbleiben und ich erwarte mir von der Kommission konkrete Schritte für eine einheitliche Vorgehensweise. Die Koordination sollte durch das Europäische Zentrum für Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) erfolgen. Die Europäischen Union muss darauf achten, dass nicht nationalstaatliche Maßnahmen unseren gemeinsamen Binnenmarkt gefährden. Hier muss die EU nun Stärke zeigen.“

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