„Deutsche Einheit – die Ausnahmekanzlerin“: Angela Merkel im „WELTjournal“-Porträt

Am 30. September ab 22.30 Uhr in ORF 2; danach im „WELTjournal +“: „Vermisst – die gestohlenen Kinder der DDR“

Wien (OTS) - Das „WELTjournal“ – präsentiert von Patricia Pawlicki – zeigt am Mittwoch, dem 30. September 2020, um 22.30 Uhr in ORF 2 die Reportage „Deutsche Einheit – die Ausnahmekanzlerin“, für die ORF-Deutschland-Korrespondentin Birgit Schwarz nach den Wurzeln der späteren Kanzlerin Angela Merkel in der ostdeutschen Provinz suchte und mit Wegbegleitern und engen Vertrauten über Aufstieg und Erbe der mächtigsten Frau der Welt sprach. Im „WELTjournal +“ folgt um 23.05 Uhr die Dokumentation „Vermisst – die gestohlenen Kinder der DDR“.

WELTjournal: „Deutsche Einheit – die Ausnahmekanzlerin“

Vor 30 Jahren ist die DDR untergegangen und Ost- und Westdeutschland sind zum größten und mächtigsten Land Europas zusammengewachsen. Mit der deutschen Wiedervereinigung beginnt der bemerkenswerte Aufstieg von Angela Merkel bis ins Berliner Kanzleramt. Im Dezember 1989 betritt sie als junge Frau in abgewetzten Cordhosen und Sandalen zum ersten Mal die politische Bühne. Nur ein Jahr später sitzt sie als Ministerin in Bonn am Kabinettstisch von Kanzler Helmut Kohl. Die ostdeutsche protestantische Frau überlebt alle Machtkämpfe in der westdeutschen katholischen und männerdominierten CDU. Sie kämpft sich im Jahr 2000 an die Spitze der Partei und 2005 als erste Frau ins deutsche Kanzleramt. Wie hat sie das geschafft? Wie hat ihr erstes Leben im sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaat sie darauf vorbereitet, Kanzlerin einer der stärksten Demokratien der Welt zu werden? Wie ist Merkel zur weltweiten Marke für Krisenmanagement, Demokratie und Freiheit geworden?

WELTjournal +: „Vermisst – die gestohlenen Kinder der DDR“

30 Jahre nach der Wiedervereinigung suchen noch immer Eltern ihre Kinder, die ihnen zu DDR-Zeiten weggenommen und zur Adoption freigegeben wurden. Bis zu 10.000 Kinder sollen damals gegen den Willen ihrer Eltern zu regimetreuen Familien oder in Heime gekommen sein. Nicht, um das Kind zu schützen, sondern um Regimekritiker oder missliebige Personen unter Druck zu setzen und zu gewährleisten, dass die Kinder „im sozialistischen Sinne“ erzogen werden.

Katrin Behr ist vier Jahre alt, als sie von ihrer Mutter getrennt und in eine andere, linientreue Familie gegeben wird. Jahrzehnte sieht sie ihre Mutter nicht wieder, ohne zu wissen warum. Nach der Wende macht sie sich auf die Suche. Mittlerweile weiß Katrin Behr: Sie ist nicht die Einzige. Bis heute suchen Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder, von denen sie zu DDR-Zeiten getrennt wurden – weil die Eltern nicht ins Weltbild der sozialistischen Führung passten. „WELTjournal +“ zeigt die Geschichten betroffener Eltern und Kinder – und geht der Frage nach, weswegen über dieses dunkle Kapitel der DDR-Geschichte auch heute noch, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, so wenig bekannt ist.

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