Grüne/Weratschnig: Förderprogramm E-Mobilität bringt Trendwende zu weniger Schadstoff und Lärm

E-Mobilitätsprogramm ist großer Wurf für den Ausbau von E-Ladestationen

Wien (OTS) - „E-Mobilität ist dann konkurrenzfähig, wenn der Weg zur Steckdose kürzer ist, als der Weg zur Tankstelle. Mit dem E-Mobilitätsprogramm haben wir einen großen Wurf für den Ausbau von E-Ladestationen geschafft. Das wird zukünftig auch Fahrer*innen von Plug-In-Hybriden die Entscheidung abnehmen, ob sie tanken oder laden sollen“, kommentiert Hermann Weratschnig, Grüner Verkehrssprecher, die heute, Montag, veröffentlichte Studie zu den hohen realen CO2-Emissionswerten von Plug-in-Hybriden.

Unter Mitwirkung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des Council on Clean Transportation (ICCT) wurden Nutzungsdaten von 100 000 Plug-in-Hybridfahrzeugen in Europa, Nordamerika und China ausgewertet – mit ernüchternder Bilanz. Nur 43 Prozent der Fahrleistung im Privatbereich finden etwa in Deutschland im elektrischen Modus statt, bei Dienstwägen sind es nur 18 Prozent. Damit sind die realen Emissionen von Plug-in-Hybriden von Privatpersonen doppelt so hoch, bei Dienstwägen sogar viermal so hoch wie in den offiziellen Testzyklen berichtet. Als Hauptgründe dafür orten die Studienautor*innen, dass Plug-in-Hybride unregelmäßig elektrisch nachgeladen werden und sehen Regierungen in der Pflicht für ausreichend unkomplizierte Lademöglichkeiten zu sorgen.

„Ich sehe in der Studie vor allem unseren grünen Weg bestätigt. Seit 1. Juli gibt es nicht nur 5000 Euro Förderung für den Kauf eines E-Autos, es kommen noch 600 Euro für eine private E-Ladeinfrastruktur dazu. In Mehrparteienhäusern gibt es sogar 1.800 Euro Bonus für E-Ladestationen und mit dem Right-to-Plug werden wir die gesetzliche Basis für die Errichtung schaffen. Ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden Monaten eine flächendeckenden E-Ladeinfrastruktur zustande bekommen und so einen großen Schritt zum Erreichen der Klimaziele machen.“

Hintergrund: Im privaten Bereich werden Plug-in-Hybride und sogenannte Range Extender mit vollelektrischer Reichweite von mindestens 50 Kilometern mit 2500 Euro gefördert. Plug-in-Hybride und Range Extender mit Dieselantrieb sind von der Förderung ausgeschlossen. Ebenso werden Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine beim Kauf eines Elektro-Pkws mit reinem Elektroantrieb oder eines Brennstoffzellenfahrzeuges mit 5.000 Euro unterstützt, beim Kauf eines Plug-in-Hybrids oder Range Extender erhalten sie 2.500 Euro. Die Errichtung von öffentlich zugänglichen Schnellladestationen kann mit bis zu 15.000 Euro pro Ladestation gefördert werden. Laut Umweltschutzministerin Gewessler sind 1,3 Millionen Heimladestationen bis 2030 notwendig, um den Umstieg auf Elektroautos zu ermöglichen.

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