Klimawandel, Digitalisierung und demographischer Wandel verändern Europa tiefgreifend.

EU-Vizepräsidentin Dubravka Šuica beim 16. Salzburg Europe Summit.

Salzburg / Brüssel (OTS) - Wir befinden uns mitten in einer COVID19-Pandemie, die keine Grenzen kennt und deren wirtschaftliche, soziale und psychologische Not wir alle spüren. Diese Krise habe gezeigt, dass die größte Stärke dieses gemeinsamen Projekts Europäische Union die Einheit und Solidarität in schwierigen Zeiten bleibe, erklärte die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Dubravka Šuica, zuständig für Demokratie und Demographie in ihrer Keynote Rede beim 16. Salzburg Europe Summit am 28. September 2020.

COVID19 schaffe beispiellose Herausforderungen für unsere Gesundheit, unsere Wirtschaft und unser soziales Wohlergehen und unterstreicht die Bedeutung der Bewältigung demografischer Herausforderungen. Erstens habe der Virus nicht jeden Mitgliedstaat auf die gleiche Weise getroffen, zweitens habe es Männer und Frauen nicht auf die gleiche Weise getroffen und drittens habe es Jung und Alt nicht auf die gleiche Weise getroffen. Diese Informationen seien ein wichtiger Schlüssel für politische Entscheidungsträger.

Nun sei es vor allem notwendig, die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen. Defizite und Lücken in allen Phasen und auf allen Ebenen seien sichtbar geworden, die gezielte und maßgeschneiderte Reformen erfordern. Die EU-Kommission werde einen „Lessons-Learned-Prozess“ einleiten, um zu bewerten, wie diese Schwachstellen behoben werden können, kündigte die EU-Vizepräsidentin an.

Der umfassende Wiederaufbauplan der Kommission beruhe auf einem grünen Übergang und einer digitalen Transformation und umfasse ein Gesamtpaket von 1,85 Billionen Euro. Die Initiative „EU Next Generation“ werde den EU-Haushalt für 2021 - 207 in den ersten entscheidenden Jahren der Erholung stärken.

Sie sehe es als ihre Aufgabe an, die Verbindungen zwischen den Menschen und den demokratischen Institutionen, die ihnen dienen, zu stärken und die Kluft zwischen Erwartung und Realität zu verringern.

Bundeskanzler Sebastian Kurz beim 16. Salzburg Europe Summit:

Krise als Transformationschance im Bereich Innovation und Ökologisierung nützen.

Durch die Pandemie und die damit gleichzeitig verbundene Weltwirtschaftskrise, wie wir sie schon lange nicht erlebt habe, seien Österreich und Europa mit einer herausfordernden Situation konfrontiert, erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz im Rahmen des 16. Salzburg Europe Summit am 28. September 2020. Das bedeute, dass die EU und Österreich alles tun müssten, um die Ansteckungszahlen niedrig zu halten und gleichzeitig in die Wirtschaft zu investieren und Arbeitsplätze bestmöglich zu sichern.

Österreich: Großes Paket um Weltwirtschaftskrise abzufedern.

Österreich habe ein großes Paket geschnürt, um etwa mit der Kurzarbeit, einem Fixkostenzuschuss und einer Investitionsprämie gegenzusteuern und die wirtschaftlichen Folgen dieser Weltwirtschaftskrise in Österreich so gut als möglich abzufedern.

Auf europäischer Ebene sei mit dem Recovery Fund ein Instrument geschaffen worden, um Europa weit bestmöglich gegenzusteuern und alles zu versuchen, dass die europäische Wirtschaft gut aus dieser schwierigen Phase herauskomme. In diesen herausfordernden Zeiten brauche es Zusammenarbeit und Zusammenhalt in der Europäischen Union mehr denn je, betonte Kurz.

Durch Investitionen in den Bereichen Innovation und Ökologisierung sollte diese Krise auch als Transformationschance genützt werden, erklärte der Bundeskanzler.

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Institut der Regionen Europas (IRE), Stefan Haböck stefan.haboeck@institut-ire.eu

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