FPÖ – Haider fordert umfassende Soforthilfen für Tourismus statt akademischer Sonntagsreden

Erleichterungen beim Kreditzugang und Fixkostenzuschüsse dringend notwendig

Wien (OTS) - „Der europäische Tourismus ist nicht angeschlagen, er liegt am Boden! Deswegen sind zielgenaue und praktikable Soforthilfen dringend nötig, um den Betrieben das Überleben zu ermöglichen“, forderte der freiheitliche Europaparlamentarier Mag. Roman Haider.

In der europäischen Tourismuswirtschaft, die immerhin rund zehn Prozent des EU-BIP erwirtschafte, stünden 23 Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Laut Schätzungen der EU seien sechs Millionen Arbeitsplätze durch die Krise direkt bedroht. „Ich halte das leider für eine eher optimistische Schätzung, wenn man bedenkt, dass es Einbrüche von bis zu 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gibt“, stellte Haider fest. Der morgige Welttourismustag sei deswegen kein Tag der Freude, sondern ein Tag der Trauer.

Umso bedauerlicher sei es, wenn sich die führenden Vertreter der EU jetzt in akademischen Sonntagsreden über grünen, digitalen und nachhaltigen Tourismus selbst beweihräucherten, ohne die aktuellen, brennenden Probleme der Branche anzusprechen. „Die Touristiker sind bereits aus Eigeninteresse an Nachhaltigkeit interessiert, stellen doch intakte Landschaften und saubere Umwelt ihr höchstes Gut dar. Da braucht es keine realitätsferne Nachhilfestunde aus Brüssel“, so Haider.

Der jüngste Streit zwischen Finanzminister Blümel und der EU-Kommission um den Fixkostenzuschuss verdeutliche das Dilemma sehr gut. „Ein unfähiger Minister trifft auf einen paragraphenreitenden EU-Bürokraten. Und die Unternehmer schauen durch die Finger. Diese kleinliche Streiterei ist skandalös“, ärgerte sich Haider. Dabei sei der Fixkostenzuschuss für Unternehmer gerade jetzt von größter Bedeutung. Ebenso unwürdig sei die Frage, ob es sich um eine Katastrophe nach EU-Definition handle. „Umsatzeinbußen zwischen 60 und 90 Prozent sind eine Katastrophe. Daran gibt es nichts zu rütteln“, stellte Haider fest.

Neben direkten Zuschüssen benötigten Tourismusbetriebe jetzt schnellen Zugang zu Krediten. „Obwohl die Banken durchaus für entsprechende Kreditvergaben bereitstehen, wird dies durch die strengen Basel-III-Vorschriften verhindert. Deswegen müssen diese umgehend gelockert werden, um den Unternehmern Geld zur Verfügung stellen zu können“, forderte Haider. Es gäbe also durchaus Möglichkeiten zur raschen und unbürokratischen Hilfe; sie würden leider nicht genutzt.

„Und während sich unfähige Politiker mit kleinlichen Bürokraten streiten, stirbt die Tourismuswirtschaft einen schnellen, grausamen Tod. Wenn das so weiter geht, werden wir keinen Welttourismustag mehr brauchen, denn Tourismuswirtschaft gibt es dann keine mehr“, schloss Haider.

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