„Sperrstund‘ is“: „Thema“ über die Wirte, das Feiern und das Virus

Am 28. September um 21.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 28. September 2020, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Sperrstund‘ is – die Wirte, das Feiern und das Virus

„Wenn Jugendliche psychische Probleme bekommen, weil die Discos zu sind, dann ist das nichts gegen unsere Existenzängste“, klagt Angelika Moser, die nahe Graz ein Ausflugslokal betreibt. Durch die Verschärfung der Regeln für die Gastronomie kämpft sie wie viele Wirtinnen und Wirte ums finanzielle Überleben. Schuld an der Misere sind für viele die Nachtlokale und ein junges Partyvolk, das alle Abstandsregeln ignoriert. Im Westen Österreichs wurde die Sperrstunde auf 22.00 Uhr vorverlegt. Im Waldviertel sorgt eine türkische Hochzeit für Aufregung und für rassistische Untertöne. Beim Feiern in Schrems ist ein Cluster entstanden, ebenso wie bei einer österreichischen Hochzeit in Zwettl, die allerdings nicht für Schlagzeilen sorgte. Oliver Rubenthaler und Martin Steiner berichten.

Spurlos verschwunden – wie Angehörige damit umgehen

„Das ist ein Schmerz, der nicht vergeht“, sagt Kaziemira Gadek. Ihr Sohn ist vor 25 Jahren verschwunden. Der damals 17-jährige Mirko galt als hochbegabt und beliebt. Am 15. März 1995 war er zum letzten Mal in der Schule und ist nie wiederaufgetaucht. Bis heute glaubt seine Mutter, dass er sich abgesetzt hat. Jedes Jahr werden in Österreich etwa 13.000 Menschen als vermisst gemeldet, die meisten tauchen wieder auf. Doch 850 Fälle sind derzeit ungelöst. Christoph Bendas hat mit Eltern gesprochen, deren Kinder verschwunden sind – oder waren.

Tierwohl bis zum Ende – warum das Steak dann besser schmeckt

Fast alle Tiere, die bei uns als Schnitzel oder Steak auf den Tisch kommen, sterben im Schlachthof. „Das ist Stress pur“, sagt Johann Kienzer, „und das wirkt sich auf die Fleischqualität aus“. Er ist einer von elf steirischen Bäuerinnen und Bauern, deren Rinder nicht verladen und zum Schlachthof transportiert werden, sondern an ihrer Futterstelle am Hof per Bolzenschuss getötet werden. „Besser geht sterben nicht“, ist Johann Kienzer überzeugt. Der Landwirt Fred Zehetner in Niederösterreich geht noch weiter: im Rahmen einer Studie darf er seine Rinder in der Herde erschießen, die das erstaunlich gelassen hinnimmt. Der Grund? „Nicht ich suche das Tier aus, das sterben wird. Ich lasse das Tier entscheiden, setze mich hin, und warte, welches kommt. Wenn keines kommt, dann schieße ich eben nicht“, sagt der Bauer. Sonja Hochecker war beim Schlachten dabei und hat das Fleisch mit herkömmlichen Produkten verglichen.

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