Rasiermesserscharfe Dosenteile im Heu sind tödliche Gefahr für Kühe – höchste Zeit für Pfand drauf!

Achtlos weggeschmissene Dosen führen zu schrecklichem Tierleid in Österreich – Pfandsystem mit Mehrwegquoten würde Gefahr deutlich reduzieren

Wien (OTS) - Jeder kennt das Bild von achtlos weggeworfenen Red Bull- oder Bier-Dosen am Straßenrand und in der Natur. Was vielen aber nicht bewusst ist, ist die daraus resultierende tödliche Gefahr für Tiere. Allzu oft kommt es vor, dass Bauern scharfkantige und spitze Dosenteile im Futter ihrer Tiere finden.

Landwirt Markus Eder aus Schlüßlberg in Oberösterreich berichtet: "Unsere Felder grenzen an eine Landstraße, daher haben wir immer wieder Probleme mit Getränkeflaschen und Dosenmüll in unseren Feldern. Das Mähwerk zerfetzt die Dosen und so finden wir laufend scharfkantige, spitze Teile im Futterheu für unsere Tiere. Obwohl ich aufpasse und die Dosen ständig aufhebe, passiert es trotzdem, dass sie hin und wieder unabsichtlich mitgemäht werden. Ich klaube auch aus dem Futtergras immer wieder Dosenstücke heraus, pro Jahr ist das ein ganzer Kübel voll. Das ist fatal für unsere Kühe. Eine Kuh ist bereits daran gestorben, bei der Obduktion wurden die gefährlichen Aluminiumteile im Pansen entdeckt."

Weggeworfene Getränkedosen können für Tiere tödlich sein – Pfand reduziert achtloses Wegwerfen und Vermüllung

Das Problem ist, dass Häcksler und Mähdrescher zwar meist mit Sicherheitsmagnetschaltern ausgestattet sind, die bei Metallteilen sofort stoppen, allerdings sind Aluminiumdosen nicht magnetisch. Sie werden deshalb nicht erkannt und unbemerkt geschreddert. Diese rasiermesserscharfen Dosenteile landen so im Futterheu für Tiere. Die Kühe fressen dieses tödliche Gemisch und erleiden grausame innere Verletzungen, die allzu oft zum Tod der Tiere führen.

„Mit Einwegpfand gäbe es endlich einen finanziellen Anreiz, Dosen und Plastikflaschen wieder zurück zu bringen und so das achtlose Wegwerfen der Leergebinde deutlich zu reduzieren. Länder mit Pfandsystemen zeigen es vor - dort werden deutlich höhere Rücklaufquoten bei Getränkeverpackungen erreicht und somit die Gefahr, dass diese in der Natur landen, deutlich reduziert. Es müssen den Worten nun auch Taten folgen, damit Kühe nicht mehr elend am Dosenmüll zugrunde gehen.“ betont Lena Steger, Ressourcensprecherin von GLOBAL 2000 und führt weiter aus: „Ein Pfandsystem mit Mehrwegquoten muss schleunigst eingeführt werden.“

Auch Förster und Tierärzte berichten von verletzten Tieren. So wurde beispielsweise im Frühjahr diesen Jahres ein Fuchs mit einer Dose um die Schnauze tot aufgefunden und ein Igel mit verletzter Schnauze durch die scharfen Kanten einer Dose eingeliefert.

Achtloses Wegwerfen: gefährlich, hässlich und sehr teuer

Zu all dem grauenhaften Tierleid kommt aber natürlich auch der landschaftliche Aspekt: Müll fungiert nicht gerade als Hingucker auf idyllischen Wanderwegen oder als sehenswertes Fotomotiv auf Wiesen und in Wäldern. Noch dazu zahlen wir alle mit unserem Steuergeld die Reinigung von achtlos weggeworfenen Abfällen in der Natur. Durch ein Pfandsystem könnten jährlich 50 Millionen Euro Aufräumkosten gespart werden.

Der Bevölkerung ist die Vermüllung der Natur offensichtlich ein Dorn im Auge. Das verdeutlicht auch die sehr hohe Zustimmung für ein Pfandsystem mit 83 Prozent der ÖsterreicherInnen.

„Es ist begrüßenswert, dass die Bundesregierung die Brisanz des Themas erkannt hat. Nicht nur Plastikmüll gefährdet Mensch und Tier, sondern auch Dosenmüll. Auch Pfandgegner sollten endlich Verantwortung für diese Missstände übernehmen und diese sollte sich im Handeln widerspiegeln.“

Stoppt den Einwegmüll! Zur Petition für eine saubere Umwelt und mehr Ressourcenschutz geht es hier: https://www.global2000.at/pfand-drauf



Rückfragen & Kontakt:

Lena Steger, GLOBAL 2000 Ressourcen- und Plastiksprecherin
lena.steger@global2000.at 0699 14 2000 22

Michael Lachsteiner, GLOBAL 2000 Pressesprecher
michael.lachsteiner@global2000.at 0699 14 2000 20

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