Anschober: Erstmals seit langem heute wieder mehr Neu-Genesene als Neuinfektionen bei weiterhin hoher Zahl an Testungen

Aber: Hospitalisierungen und Zahl der Erkrankten in Intensivstationen steigt

Wien (OTS/BMSGPK) - Nach wie vor ist diese Woche die Zahl der Neuinfektionen zu hoch für diesen Zeitpunkt. Die Zahl steigt jedoch seit einigen Tagen nicht noch stärker an - das kann sich aber täglich ändern. In den vergangenen 24 Stunden lag bei 14.552 eingemeldeten Testungen die Zahl der Neuinfektionen bei 645 bei gleichzeitig 796 Neu-Genesenen. Damit ist die Zahl der aktiv Erkrankten erstmals wieder leicht - auf 8.220 - gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen ist damit seit gestern um 1,67% gestiegen - am Tag davor um 1,48%. Die größten Zuwächse sind auch heute mit 205 in Wien zu sehen, Zuwächse finden sich in allen Bundesländern.****

Deutlich im Steigen sind die Zahlen jener Infizierten, die so stark erkrankt sind, dass sie im Spital behandelt werden müssen - aktuell 390 (plus 26), davon auf Intensivstationen 75 PatientInnen (plus 8).

Gesundheitsminister Rudi Anschober sieht bundesweit ein starkes Comeback des Risikobewusstseins: „Nach dem leichten Durchhänger bei einem Teil der Bevölkerung im Sommer merken wir nun wieder ein sehr starkes Mitmachen bei den Maßnahmen. Das ist enorm wichtig. Wir brauchen eine Grundstimmung wie im Frühling und sind nun am besten Weg dorthin. Wir haben schrittweise in den vergangenen Wochen die Maßnahmen verschärft: Ende Juli mit einer ersten Ausweitung des MNS, Mitte August bei ReiserückkehrerInnen, am Montag der Vorwoche mit einer massiven Ausweitung des MNS auf beinahe den gesamten Indoor-Bereich und seit gestern mit punktgenauen Maßnahmen gegen die Ursachen der zentralen Ausbruchsbereiche z.B. bei privaten Feiern und in Bars. Wir wissen, dass es mehr als zwei Wochen dauert, bis Maßnahmen sich direkt in der Zahl der Neuinfektionen zeigen. Aber noch einmal: Alles hängt davon ab, ob die Bevölkerung sich so wie im Frühling wieder als Teil der Lösung sieht und Verantwortung übernimmt. Falls uns das gelingt, sehe ich eine gute Chance, dass wir mittelfristig eine Stabilisierung der Lage schaffen. Wir befinden uns jetzt in einer schwierigen Phase der Weichenstellung. Eine exponentielle Entwicklung wollen wir mit aller Kraft vermeiden.“ (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Adrian Hinterreither, Bakk
Pressereferent
+43-1-71100-862480
pressesprecher@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO0002