ARBÖ: Gefahr durch tiefstehende Sonne beim Autofahren

Wer im Herbst mit dem Auto unterwegs ist, sollte stets für klare Sicht sorgen, um so Gefahren schneller zu erkennen.

Wien (OTS) - In den vergangenen Tagen hat besonders in den Früh- und Abendstunden die tiefstehende Sonne den Autofahrern das Leben schwer gemacht. Die Sicht ist bei tiefstehender Sonne extrem eingeschränkt und erhöht die Unfallgefahr enorm. „Gerade in den Morgenstunden kann der Stand der Sonne dazu führen, dass man plötzlich nahezu im Blindflug unterwegs ist“, weiß Sebastian Obrecht vom ARBÖ.

Autofahrer sollten in solchen Situationen besonders vorsichtig fahren, da es im Falle eines Unfalls zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen kann, wie Mag. Martin Echsel, ARBÖ-Rechtsabteilung, ausführt: „Der Autofahrer muss alles für eine sichere Fahrt getan haben. Wenn trotz massiver Blendung durch tiefstehende Sonne gefahren wird, befreit dies nicht von einem Verschulden am Zustandekommen des Unfalls“, erklärt der Rechtsexperte weiter.

Wichtig ist bei extremer Blendung die Geschwindigkeit anzupassen oder eine Sonnenbrille zu tragen. Wenn dies nicht hilft, so darf der Autofahrer auch jederzeit stehen bleiben, wie Echsel erklärt: „Das Auto sollte möglichst weit rechts am Straßenrand abgestellt werden. Auf der Autobahn darf in dieser Ausnahmesituation sogar am Pannenstreifen angehalten werden.“

Um sicher durch den Herbst zu kommen empfiehlt der ARBÖ Autofahrern weiters folgende Punkte zu beachten:

  • Beleuchtung

Wichtig ist, bei Dämmerung und schlechten Sichtverhältnissen die richtige Fahrzeugbeleuchtung zu wählen. Sobald Sichtbehinderungen durch Regen, Nebel oder Schneefall bestehen, bzw. die Dämmerung einsetzt, reicht das Tagfahrlicht nicht mehr aus und es muss das Abblendlicht eingeschaltet werden.

  • Windschutzscheibe

Die uneingeschränkte Sicht durch die Windschutzscheibe ist gerade im Herbst extrem wichtig. Eine schmutzige oder verschmierte Innenseite der Windschutzscheibe erhöht die Gefahr des Anlaufens, insbesondere wenn es draußen regnerisch ist. Zudem können Schmutzschlieren durch die im Herbst oftmals tiefstehende Sonne zu unangenehmen Reflexionen führen, wodurch Gefahren zu spät oder gar nicht wahrgenommen werden.

  • Wischerblätter

Jetzt ist die richtige Zeit zur Kontrolle der Wischerblätter. Wenn diese, zum Beispiel durch die extrem hohen Temperaturen des Sommers, beschädigt sind oder die Gummilamelle hart wurde, sollten diese gewechselt werden.

  • Wisch-Wasch-Anlage

Gerade im Herbst ist es wichtig, dass die Wisch-Wasch-Anlage einwandfrei funktioniert und stets mit Frostschutzmittel und Wasser ausreichend befüllt ist. Besonders auf Landstraßen kann dann die Scheibe relativ schnell verschmutzen und den Einsatz der Wisch-Wasch-Anlage notwendig machen.

  • Lufteinlass

Die Lufteinlässe am unteren Ende der Windschutzscheibe sollte regelmäßig von Blättern befreit werden. Passiert dies nicht, kann das Belüftungssystem für den Innenraum verschmutzen und zu beschlagenen Scheiben führen. Außerdem können vermoderte Blätter zu unangenehmen Gerüchen in der Fahrerkabine führen.

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