U-Ausschuss - Greenpeace AktivistInnen protestieren gegen schmutziges Öl- und Gasgeschäft der OMV - BILD, Video

Umweltschutzorganisation warnt vor trügerischem Greenwashing des Ölriesen - OMV Chef Rainer Seele muss Konzern auf echten Klimakurs bringen

Wien (OTS) - Anlässlich der Ladung von OMV Konzern-Chef Rainer Seele im Ibiza-Untersuchungsausschuss protestieren Greenpeace AktivistInnen heute vor der Hofburg gegen das klimazerstörerische Geschäftsmodell der OMV. Die KlimaktivistInnen warnten mit Ölfässern, einem Ölteppich und einer Rainer Seele Figur eindringlich vor den zunehmend aggressiven Greenwashing Taktiken des fossilen Riesen, die auch abseits von Untersuchungsausschüssen alltäglich die Klimasünden des Konzerns verschleiern sollen. Fossile Brennstoffe sind Haupttreiber der Klimakrise und ihre Nutzung ist niemals sauber oder klimafreundlich. Das Festhalten an Öl- und Gas als Energieträger, aber auch in Form von Einwegplastik, ist mit den Klimazielen Österreichs nicht vereinbar. Der fossile Konzern setzt jedoch statt einer überfälligen, nachhaltigen Neuausrichtung weiterhin auf Scheinlösungen wie Erdgas, CO2-Lagerung, oder verstärkte Plastik-Produktion.

“Man braucht keinen Untersuchungsausschuss, um die Verfehlungen der OMV aufzudecken. Der Öl- und Gaskonzern trägt mit jedem verkauften Tropfen Öl und Gas zur Klimazerstörung bei. OMV-Chef Rainer Seele muss sich heute Fragen des Ibiza-Untersuchungsausschusses stellen. Doch die zukünftigen Generationen haben auch Fragen und sie verdienen eine ehrliche Antwort, keine leeren Versprechungen und Scheinlösungen. Herr Seele muss endlich Verantwortung übernehmen und das schmutzige Geschäft mit Öl und Gas beenden”, fordert Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace CEE. Die bisherigen Klimaschutzversprechungen der OMV sind in den Augen der KlimaschützerInnen blanker Hohn. Insbesondere die vom Konzern als nachhaltige Alternativen propagierten und rasch wachsenden Geschäftszweige Gas und Plastik kritisiert die Umweltschutzorganisation als nur scheinbar klimafreundlichen Ökobetrug.

Der Konzern setzt etwa mit dem Kauf der Borealis verstärkt auf Petrochemie, insbesondere die Produktion von Plastik, als angeblich klimafreundliche Veredelung schmutziger fossiler Produkte. Zwar entstehen in der Plastikproduktion weniger CO2-Emissionen, als wenn Öl direkt verbrannt wird, doch 70 % des Plastikmülls in Österreich werden am Ende ebenfalls verbrannt und damit CO2 Emissionen freigesetzt. Über den gesamten Lebenszyklus hat die Plastikproduktion damit erhebliche Auswirkungen auf unser Klima: So verursachen in Österreich die Produktion und Verbrennung von hunderttausenden Tonnen Plastik jährlich rund vier Millionen Tonnen CO2. Das entspricht etwa dem Anderthalbfachen des Flugverkehrs, wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace erst unlängst aufgezeigt hat.

Ähnlich problematisch sieht Greenpeace die Strategie des fossilen Riesen auf das Gasgeschäft zu setzen. Gas, das hauptsächlich aus Methan besteht, setzt in der Verbrennung Unmengen an CO2 frei und weist zusätzlich die Problematik des Methanschlupf auf - dabei gehen bei der Förderung, Transport und Lagerung von Gas durch Leaks große Mengen an Methan verloren, die in der Atmosphäre rund 34-Mal stärker die Erderhitzung vorantreiben als CO2. “Solange die OMV auf Öl, Gas und Scheinlösungen wie Plastik setzt, wird sie die Klimakrise weiter vorantreiben. Die einzige Lösung ist den fossilen Energien den Rücken zu kehren, die Rohstoffe im Boden zu lassen und endlich auf zukunftsfähige Technologien wie Geothermie oder Photovoltaik zu setzen”, resümiert Duregger.

Foto- und Videomaterial von der Aktion finden Sie hier zum Download:
http://bit.ly/GPAktion_OMV
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Greenpeace in Central- and Eastern Europe
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Jasmin Duregger
Klima- und Energieexpertin
Greenpeace in Central- and Eastern Europe
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E-Mail: jasmin.duregger@greenpeace.org

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