Fixkostenzuschuss: Besonders betroffene Branchen benötigen dringend Unterstützung

WKÖ-Tourismusbranchensprecher Seeber: Betriebe befürchten Liquiditätsengpässe

Wien (OTS) - Für Reisebüros, die Stadthotellerie, den gesamten Eventbereich, die Busbranche und eine Reihe weiterer Branchen bedeutet die von der Bundesregierung geplante Fortsetzung des Fixkostenzuschusses eine dringend benötigte Unterstützung. „Unsere Betriebe rechnen so rasch wie möglich mit der Möglichkeit der Antragsstellung, für die erste Tranche der Phase 2 des Fixkostenzuschusses. Die sich abzeichnende epidemologische Lage in Österreich und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die weitere Geschäftstätigkeit lassen eine Verschärfung der bereits jetzt bedrohlichen Liquiditätsengpässe befürchten“, betont Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Mit den ausgearbeiteten Corona-Hilfen für Unternehmen müsse es möglich sein, möglichst zielgenau, aber auch flexibel auf die jeweiligen Not-Situationen in den Betrieben reagieren zu können. Es sei nicht möglich, Unternehmen einer Branche quer über den Kamm zu scheren, wie dies die EU-Kommission in Hinblick auf den gesamten heimischen Tourismus als Sektor argumentiert. „Einzelne Branchen sind durch die aktuelle Entwicklung punktuell besonders stark betroffen. Wie etwa die aktuellen Zahlen in der Stadthotellerie zeigen, verschärft sich hier die Situation tagtäglich. Der Fixkostenzuschuss als nicht rückzahlbare Förderung hilft gerade hier, Liquidität zu erhalten“, sagt Seeber.

„Aus unserer Sicht darf es nicht um das ´Ob´ einer weiteren Unterstützung der Wirtschaft gehen, sondern um das ´Wie´. Der Fixkostenzuschuss soll als Corona-Unterstützungsmaßnahme weiter und vor allem rasch wirken. Denn eine spürbare Erholung ist gerade in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft nicht in Sicht“, unterstreicht der Branchensprecher.

Auch die mit den Tourismusbetrieben eng verzahnte Busbranche drängt auf Phase 2 des Fixkostenzuschusses. Besonders die nun geplante die Erweiterung des Fixkostenzuschuss-Modells um die Finanzierungskosten für Fahrzeuge (AfA und Leasingrate) brächte dringend notwendige Liquidität in die Branche, betont Martin Horvath, Sprecher der Busbranche in der der Wirtschaftskammer Österreich. „Ohne diese dringend notwendige punktgenaue Hilfe für Busbetriebe werden viele den Kampf um ihre wirtschaftliche Existenz in der jetzigen Ausnahmesituation verlieren“, so Horvath, der das jetzige Modell als „letzte Brücke sieht, um das Überleben der Betriebe und damit einhergehend die Beschäftigung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern“.

„Der Vorschlag der EU-Kommission, wonach Anträge nur bis 800.000 Euro genehmigt werden beziehungsweise mit anderen Hilfsmaßnahmen gegengerechnet werden müssten, ist weder praxisnah noch eine taugliche Hilfe für die Betriebe. Die Situation in den genannten Branchen ist derart herausfordernd, dass sich die unternehmerische Wirklichkeit, nämlich der Bedarf nach umfassenden Hilfen, durch diese Vorgaben nicht abbilden lässt“, betonen die beiden Unternehmensvertreter unisono. (PWK408/us/PM)

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