ÖH Uni Wien: Menschen aus Moria bedingungslos retten!

Die Bundesregierung muss endlich handeln und Schutzsuchende aufnehmen!

Wien (OTS) - Die Situation auf der griechischen Insel Lesbos ist verheerend. Nach den ersten Corona-Fällen im restlos überfüllten Lager auf Moria ist dieses nach einem Brand letzte Woche fast völlig zerstört worden. “Die Schutzsuchenden sitzen jetzt auf der Straße und haben weder Essen noch Trinken.”, sagt Hannah-Lea Weingartner, Vorsitzende der ÖH Uni Wien. “Die EU und allen voran Österreichs türkis-grüne Bundesregierung sehen nicht nur zu und schieben die Verantwortung von sich, Bundeskanzler Kurz blockiert aktiv Lösungen zu finden, um die Menschen zu retten und nutzt die Situation auch noch für seinen rassistischen Wahlkampf! Die Grünen ringen zwar um die Aufnahme von 100 unbegleiteten Minderjährigen, aber auch das würde nicht reichen. Eine Vision um die humanitäre Katastrophe ganzheitlich zu beenden gibt es nicht.“

In der heutigen Nationalratssitzung ist auch die Situation auf Moria Thema und die österreichische Regierung wird keinen Beitrag leisten, um das Leid der Menschen zu beenden. “Auch wenn die Bundesregierung mehr Geld und Hilfsgüter nach Griechenland schickt ist klar, dass sich die Situation der Menschen nicht verbessern wird. Die Hilfe vor Ort ist nur eine leere Floskel, wenn man der Realität ins Auge blickt und sieht, wie menschenunwürdig die Zustände seit Jahren sind”, kritisiert Weingartner. “Nur eine Evakuierung ohne Bedingungen kann die Schutzsuchenden retten und Österreich muss hier einen Beitrag leisten, wir haben Platz!”

Seit Jahren sind die Probleme in der Migrationspolitik bekannt und es gibt keine Lösungen, um Menschen zu retten, stattdessen verschiebt sich der Diskurs immer weiter nach rechts. “Menschenrechte und das Leben Schutzsuchender dürfen nie zur Verhandlungsmasse der Politik werden, aber genau das ist passiert. Wir fordern daher ganz klar ein Ende der rassistischen und menschenfeindlichen Migrationspolitik, die Evakuierung aller Lager und die Schaffung sicherer Fluchtwege!”, betont Weingartner abschließend.

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