Afrikanische Schweinepest: VIER PFOTEN ruft zu erhöhter Aufmerksamkeit auf

Jeder Einzelne kann Risiko minimieren

  • Wichtig ist dabei auch zu wissen, dass das Virus für den Menschen ungefährlich ist. Allerdings ist es sehr lange überlebensfähig, sowohl in Schweinefleischprodukten wie Wurst, Speck und Räucherware als auch in Erdreich und Umgebung. Daher ist es wichtig, vor allem beim Reisen vorsichtig zu sein.
    Veronika Weissenböck, VIER PFOTEN Kampagnenleiterin
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  • Ein Tier ist ein fühlendes Lebewesen und deshalb schützenswert. Wir appellieren an die Bevölkerung, uns dabei zu unterstützen
    Veronika Weissenböck, VIER PFOTEN Kampagnenleiterin
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Wien (OTS) - Die Afrikanische Schweinepest hat sich nun auch erstmals in Deutschland ausgebreitet, gestern wurde im Bundesland Brandenburg der erste Fall bestätigt. Österreich ist bisher von der Epidemie verschont geblieben, neben Deutschland sind allerdings auch noch die direkten Nachbarländer Italien (Sardinien), Slowakei, Tschechien und Ungarn betroffen. Um einem Seuchenausbruch auch in Österreich vorzubeugen, Tierleid und eine Krisensituation für Landwirte zu vermeiden, ruft VIER PFOTEN die Bevölkerung zu erhöhter Aufmerksamkeit auf und gibt Tipps, um das Verbreitungsrisiko zu minimieren.

„Es gibt tatsächlich einiges, was jeder Einzelne tun kann, um Tausende Schweine vor einer Infektion zu schützen“, erklärt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck. „Wichtig ist dabei auch zu wissen, dass das Virus für den Menschen ungefährlich ist. Allerdings ist es sehr lange überlebensfähig, sowohl in Schweinefleischprodukten wie Wurst, Speck und Räucherware als auch in Erdreich und Umgebung. Daher ist es wichtig, vor allem beim Reisen vorsichtig zu sein.

Trotz Corona reisen nach wie vor viele Österreicherinnen und Österreicher ins Ausland. „Das Wichtigste für sie ist, sich im Vorhinein schlau zu machen, ob das Urlaubsland bzw. die -region betroffen ist“, erklärt Weissenböck. Das kann man auf dieser Homepage des Gesundheitsministeriums tun: https://www.verbrauchergesundheit.gv.at/

Generell kann das Virus durch gute Desinfektion auf Gegenständen und Haut zerstört werden. Zusätzlich kann aber jeder Reisende bzw. jede Reisende Vorsorge treffen, um das Risiko einer „Einschleppung“ der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Das wären folgende Maßnahmen:

  • Keine Schweinefleischprodukte (inkl. Räucherwaren) aus Ländern mitbringen, in denen es die Afrikanische Schweinepest gibt oder gab. Sollte es dennoch passieren, diese NUR in geschlossenen Behältern entsorgen, wo sie vor Kontakt mit Wildschweinen geschützt sind
  • Keine Schweinestallungen oder andere Schweinehaltungen besuchen, während man im Urlaubsland ist bzw. auch nicht unmittelbar nach der Rückankunft zu Hause
  • Wenn man in Gebieten war, wo es Wildschweine gibt (z.B. naturnahe Campingplätze), unbedingt die Schuhprofile reinigen und desinfizieren, bestenfalls, bevor man wieder abreist, aber zumindest, bevor man zu Hause in Waldgebiete geht
  • Nicht mit dem Auto auf das Gelände von Schweinebetrieben fahren bzw. in Waldgebiete mit Wildschweinbestand. Sollte dies unbeabsichtigt geschehen, unbedingt gleich vor Ort eine Autoreinigung vornehmen (Reifenprofile!)
  • Keine Produkte wie Jagdtrophäen (Wildschweinhauer), Wildschweinfelle, Schweinelederprodukte oder Borstenpinsel mitnehmen
  • Keine Essensreste an Tiere verfüttern (ist ohnehin verboten!) oder im Gelände entsorgen, besonders keine Fleischabfälle (z.B. Grillgutreste), weder in Waldnähe noch auf dem Kompost
  • Sollte man auf verendete Schweine stoßen, nichts angreifen und sofort die Behörden informieren!

Auch für daheim Gebliebene hat VIER PFOTEN Tipps parat:

  • Fleischkonsum einschränken
  • Keine Schweinefleisch-Produkte kaufen oder geschenkt annehmen, wenn sie aus betroffenen Gebieten kommen
  • Kein Schweinefleisch kaufen, das lange Transportstrecken braucht (Verschleppungsgefahr!)
  • Keine Essensreste an Tiere verfüttern (ist ohnehin verboten!) oder im Gelände entsorgen, besonders keine Fleischabfälle (z.B. Grillgutreste), weder in Waldnähe noch auf dem Kompost
  • Sollte man auf verendete Schweine stoßen, nichts angreifen und sofort die Behörden informieren!

Auch wenn die Afrikanische Schweinegrippe für den Menschen nicht gefährlich ist: Durch eine weitere Ausbreitung können sehr viele Schweine zu Tode kommen. „Ein Tier ist ein fühlendes Lebewesen und deshalb schützenswert. Wir appellieren an die Bevölkerung, uns dabei zu unterstützen“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Weissenböck. Auch für die betroffenen Landwirte wäre ein Krankheitsausbruch eine Katastrophe. Auf ASP positiv getesteten Betrieben müssen Landwirte ihren gesamten Tierbestand töten lassen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Elisabeth Penz
Press Office Austria
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Linke Wienzeile 236, 1150 Wien

Tel: + 43 (0)1 895 02 02 - 66
Fax: + 43 (0)1 895 02 02 - 99
Mobil: + 43 (0)664 3086303
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