Anschober zum Tag der pflegenden Angehörigen 2020

Betreuende Angehörige sind der „größte Pflegedienst“ Österreichs und eine unverzichtbare Stütze

Wien (OTS/BMSGPK) - Wie aus der Studie „Angehörigenpflege in Österreich“ hervorgeht, sind rund 950.000 Erwachsene in Österreich von Pflege und Betreuung in der Familie betroffen. Somit kümmern sich rund 10 Prozent der Gesamtbevölkerung entweder zu Hause oder in stationären Einrichtungen um zumindest einen pflegebedürftigen Menschen und bilden damit eine der tragenden Säulen unseres Pflegevorsorgesystems. Und Pflege von Angehörigen ist weiblich. Laut Studie beträgt der Anteil der Frauen in der häuslichen Pflege 73%.****

Das Sozialministerium hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, pflegende Angehörige bestmöglich zu unterstützen. Auch wenn in der Vergangenheit bereits eine Vielzahl an Maßnahmen zur Verbesserung der Situation und Unterstützung von pflegenden und betreuenden Angehörigen seitens des Bundes ergriffen wurden, so ist es stets notwendig, das bestehende System zu verbessern und weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund sieht auch das aktuelle Regierungsprogramm eine Reihe von Maßnahmen vor - wie beispielsweise die Einführung eines pflegefreien Tages, die präventive Entlastung oder Rechtssicherheit für Eltern von Kindern mit chronischer Krankheit bzw. Behinderung.

Gerade die in letzter Zeit wieder sehr intensiv geführte Diskussion rund um das Thema Pflege verdeutlicht: Pflege ist nicht nur ein Zukunfts- sondern vielmehr ein Gegenwartsthema, das uns alle betrifft und sie hat viele Facetten – sie ist eine sehr sinnstiftende Tätigkeit, die hohe menschliche Kompetenz erfordert. Sie ist aber auch eine enorme Herausforderung, die oftmals mit großen psychischen Belastungen verbunden ist. Vielen Angehörigen fällt es beispielsweise schwer, sich abzugrenzen und auch manche Hilfestellung anzunehmen oder Aufgaben zu delegieren. Loyalität und Verantwortungsbewusstsein sowie sozialer Druck führen oft zu Überforderung.

„Besonders zu betonen und hervorzuheben ist hierbei der maßgebliche Beitrag der Frauen. Sie tragen nach wie vor einen überwiegenden Teil dieser herausfordernden und verantwortungsvollen Tätigkeiten. Ihnen sowie allen übrigen betreuenden und pflegenden Angehörigen gebührt unser größter Dank, höchste Anerkennung und Wertschätzung und ihnen gilt das Versprechen, dass einer Weiterentwicklung des österreichischen Pflegevorsorgesystems seitens der österreichischen Bundesregierung besondere Priorität eingeräumt wird,“ so Bundesminister Anschober abschließend.

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